Montag, Oktober 31, 2005

Der 97er.

Zum Abschluss des gut gelaufenen Herbsttages wollte ich mir mal so richtig einen teuren Rotwein gönnen, ausnahmsweise. Musste einfach weg, das Zeug, sagen wir mal. Ich holte meinen besten Korkenzieher raus, ein kleines, feines Gerät, ein Kellnermesser. Nicht diesen Riesenteilschund, den man mir hinterherschmiss zu Weihnachten. Der Korken war so lang, wie ich´s noch nie gesehen hatte. Ein Qualitätsmerkmal?! Der Karmin brannte mit trockenem Buchenholzrauch. Ich schnupperte am Flaschenhals. Es roch nach frischer Salami, ohne die ekligen Elemente dieses Geruches. Also ein wenig wie blanchierte Erbsen mit einem Hauch frischer Erde, die man in Dithmarschen mit dem Bagger raufgeholt hatte. Kombiniert mit Maifeuer. Reif, voll und dicht die Frucht. Ein Knaller, so dachte ich, und freute mich. Ich dekantierte, die Flasche ließ sich freien Lauf in den Glaskolben. Das Feuer malte zwei Stunden Glut in meine Augen. Ich lege die Füße näher an die Hitze und schenke mir das Glas voll. Jetzt keinen Dujardin. Jetzt nur der Rote und ich. Nur Du und ich, mein Schöner. Zugegeben, ein wenig homophil, die Situation.

Und was dann? Noch nie wurde ich für so viel Geld so enttäuscht! Der Geschmack hielt bei weitem nicht, was der Duft versprach! Da hatte ich schon bessere Bordeaux für weniger als 15 EUR! Was für ein überschätztes Groschengrab! Herrgottimhimmel! Heilige Scheisse!

Samstag, Oktober 29, 2005

Nützliches Wissen, IX.

1. Albatrosse können am Tag 950 km zurücklegen.

2. Die Nationalhymne von Griechenland umfasst 158 Strophen.

3. Viagra hilft auch, Schnittblumen länger frisch zu halten.

4. Das Wort ´Kanada´ bedeutet ´großes Dorf´.

5. Elefanten wachsen ein Leben lang.

6. Die Ohren der Laubheuschrecke sitzen unter ihren Knien.

7. Laut einer wissenschaftlichen Studie entwickelten Menschen den aufrechten Gang, um die dornigen Äste der Akazie als Waffe benutzen zu können.

via Neon

Freitag, Oktober 28, 2005

Sammlerlatein.

Ein Blick aus dem Fenster, und die morgendlichen Schleier verschwanden zugunsten heiterer Gedankenwirbel. Da stand sie immer noch, die Fireblade. Gleich neben der Bandit. Dann noch fein AC/DC zum Frühstück, und viel konnte nicht mehr passieren.

Da ich meine Brötchen seit geraumer Zeit selbst buk, und auch nicht als Hundefreund bekannt war, fiel es mir schwer, gleich morgens eine Runde um den Park zu joggen - auch weigerten sich meist meine Knie, denen die letzte Operation noch in den Knochen steckte. Aber an jenem Tag quoll der Müll unter der Spüle so dermaßen über, dass ich einfach keine Wahl hatte. Ich schnappte mir den Beutel, an dem ich sogar noch zwei weniger verklebte Stellen zum Anfassen fand, und tappste schwungvoll die fünf Stockwerke hinunter.

Wo ich dann schon mal im Hof war, konnte ich auch gleich mal nach den Maschinchen sehen. Na, Mädels, wie geht´s? Soll ich euch noch ne Folie für den Winter besorgen und euch dick einölen? Ich strich schwer verliebt mit zwei Fingern über das Leder der Sitzbank und schaute nach dem Rechten. Was war das? Zwischen Armatur und Verkleidung steckte ein walnussgroßes, braunes Etwas, das dort nicht hingehörte. Ein Sprengsatz? Ein Attentat?

Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich das Ding in der Maschine tatsächlich als Walnuss. Ich griff danach, um sie zu entfernen, als plötzlich keine zwei Meter hinter mir lautlos ein dunkelbraues Eichhörnchen auftauchte und sich dort gespannt aufbaute. Ich hatte schon von den dunkelbraunen Drecksbiestern gehört, die langsam aber sicher die einheimischen hellbraunen verdrängen. Ich schaute ihm tief in die Augen, konnte aber keine Regung bei dem Tier ausmachen. Ich beschloss, die Nuss vor mir auf den Boden zu legen, und entfernte mich rückwärts, um ihm keinen Schrecken einzujagen. Ich war ja keiner von denen, die ihre Macht mit Fußaufstampfen oder Schrotflinten demonstrieren mussten.

Das Eichhorn blieb regungslos, bis ich den Hof verlassen hatte. Dann vergaß ich die Sache - bis heute. Als ich heute wieder zu den Mädels auf den Hof ging, um sie winterfest zu machen, da fand ich genau zwischen Armatur und Verkleidung wieder - die gleiche Nuss.

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Adage Contest

"Viele Hunde sind des Rasen Tod."

"Besser schlecht gegessen als gut gestanden."

"Wer den Cent nicht ehrt, kriegt den Euro nicht zusammen."

"Das Abenteuer steckt im Abenteuer."

und

"Beim Flachdach ist das Dach flach."

(Kurz hilflos schauen, dann ran an die Tasten, und...)

Mittwoch, Oktober 26, 2005

Qualitätskontrolle.

Bestimmte Kreise in der Presselandschaft, in erster Linie rekrutiert aus vornehmen Redaktionen mit ausgebildeten Journalisten, die sich gerne aufblähen, obwohl sie den ganzen Tag nichts anderes tun als dpa-Meldungen zu kürzen, behaupten gerne, Blogs wären journalistisch nichts, was man ernst nehmen könnte und müsste. Es fehle an allem, sogar an Inhalten.

Ein wesentliches Argument der Kritik ist da zumeist, es würde keine Qualitätskontrolle geben. Nun sei mal dahingestellt, ob es die Qualität eines Artikels verbessert, wenn der Chefredakteur zwischen zwei Kaffee einen Artikel überfliegt, ob dieser auch die für ihn, seine Geschäftsführer und seine Gesellschafter die richtige politische Richtung aufweist. Diese Vorgehensweise ist nach meinem Verständnis nicht geeignet, Inhalten mehr Tiefe zu geben.

Tatsache ist, wir Blogisten sind faulflexibel, lern- und anpassungsfähig. Ganz im Gegensatz zu manchen großen Gesellschaften, wo schon der Bericht über den Kaninchenzüchterverein zum Politikum werden und dessen Formulierung über die Karriere des Verfassers entscheiden kann. Viel wichtiger erscheint mir da, dass jeder Blogger zumindest selbst kurz aufschaut und sich an die Nase fasst, bevor er einen Artikel heraushaut. Und sei der Leserkreis auch noch so klein.

Deshalb starte ich heute die Aktion Lieblingspost. Den Button kann sich dann jeder, der möchte, auf sein Blog legen, und mit dem Artikel verlinken, der seiner Meinung nach gerade der beste und liebste ist. Und damit der verlinkte Artikel nicht veraltet, wäre jeder Schreiber angespornt, täglich Qualität zu liefern und sich selbst jedes Mal ein bisschen zu toppen. Dies sollte dann die Diskussion über Qualitätskontrolle obsolet machen.

MusMus.

Jede Jahreszeit hat ja so ihren Reiz. Auch wenn man hier im Norden die Jahreszeiten Herbst, Winter und Frühling nur schwerlich auseinanderhalten kann, weil alles irgendwie grau und matschig ist, so ist zumindest spätestens Ende Oktober die Jahreszeit des Wintergemüses angebrochen.

Kürbis, Kohl in verschiedenen Farben, und auch Steckrüben. Diese lassen sich bevorzugt als Rübenmus verarbeiten, man erhält eine warme, nahrhafte und - für diejenigen wichtig, die noch auf Eigenheimzulage bauen - preiswerte Mahlzeit, die sich ein paar Tage hält, wahlweise versetzt mit Karotten, roten Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Butter, Olivenöl, Schinken, Speck, oder geräucherter Forelle. Was eben noch so da ist.

Über die Jahre wurde ich nach eigenem Eindruck immer besser im Kochen von Rübenmus. Konsistenz, Farbe, Geschmack, all das fügte sich mit der Zeit mit mehr Harmonie zusammen. Der heiße, bräsige Brei kündigte seine Verzehrfertigkeit dann gern mit einem zähen, dumpfen Ploff anstelle von schmalgewichtigem Blubbern an. Es lebte und wollte aufgezehrt werden.

Gestern gab es das erste Mal in diesem Herbst die leckere Matschepatsche. Ich deckte den Tisch und stellte den dampfenden Topf auf den hölzernden Untersetzer. Die Tischdame, sonst recht aufgeschlossen für jedes kulinärrische Experiment, hatte sogar letzte Woche meinen Lammrücken mit Schokoladensoße weggeputzt, lehnte überraschender Weise unter heftigem Kopfschütteln ab. Ich fühlte mich zurückgewiesen und befragte sie nach den Gründen. "Mir ist nicht so danach. Sonst liebe ich alles, was du kochst, aber diese Gemüsesuppe, das geht heute gar nicht." Sprach´s und schmierte sich ein Knäckebrot.

Mein Gaumen wölbte sich wie ein Eisberg und fror mein Herz ein. In meinem Kopf explodierte Brei. Meine Schultern fielen in den Topf. Man kann das verstehen, wie man will, vielleicht auch als Alternativreaktion, falls man noch nicht weiß, welche neue Frisur man möchte. Ich war verärgert. Ich verstand trotz des abgefederten Feedbacks nichts, hatte ich mich doch auf einen Mundvoll Rübenmus in Gesellschaft gefreut. Es ist schließlich auch die Jahreszeit des Kerzenscheins und des beschwipsten Desserts.

Nur irgendwann kommt in jeder Beziehung der Tag, an dem sie Dein Rübenmus nicht mehr mag.

Dienstag, Oktober 25, 2005

Tristy Thursday

Heute morgen gleich schlecht geschissen. Noch mal hingegangen, probiert, ging aber nicht noch mal. Nachdem mein Wochenende schon freudlos an mir vorbeigerauscht war, bin ich wieder ins Grübeln geraten. Vor allem deshalb, weil offenbar jeder, der mir ein Gespräch aufnötigen wollte, ausdrücken musste, wie toll es ihm gerade geht, und was für hippe Sachen am Wochenende wieder gelaufen sind. Als mir dann der Kragen geplatzt ist, und ich schrie, dass ich am Wochenende nur gelesen und ferngesehen habe und es diesmal trotz Galapagos-Kaffee und schwärzester Schokolade ganz anders als Klasse fand, und überhaupt hier alles den Bach runtergeht und man davor seine Augen nicht verschließen sollte, erntete ich als Reaktion ein "Das finde ich jetzt aber mutig von dir".

Gibt es einen Geheimcodex, von dem ich bisher nichts wusste, dass man die Wahrheit einfach nicht aussprechen darf, und, je mehr es in die Grütze geht, desto mehr ist man gezwungen, seine Augen von innen dichtzumachen? Getreu dem Motto: Ich stecke bis zum Hals in der Scheisse, aber die Aussicht ist gut?

Montag, Oktober 24, 2005

Love it or leave it.


via hier.

Aus die Maus.

Ich sympathisiere überdurchschnittlich stark mit den Aktionen Xavierfree und Tötet Diddel.

Brief an meinen Vermieter

Schwierige Zeiten erfordern kreative Maßnahmen. Also:

"Anpassung Mietverhältnis

Sehr geehrter Herr (...),

aufgrund einer Vergleichsbetrachtung anhand des Kieler Mietspiegels ist mir aufgefallen, dass meine Netto-Kaltmiete recht deutlich über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Auch wenn man den direkten Vergleich mit anderen Wohnungen innerhalb des Hauses nimmt, liege ich – trotz vergleichbarer Ausstattung – teilweise signifikant über dem Quadratmeterpreis anderer Wohnungen. Mir ist zwar bewusst, dass dies sicher auch an der jeweiligen Mietfolge und der Vertragsdauer der jetzigen Mieter liegt, dennoch scheint mir der Unterschied enorm zu sein.

Angesichts des derzeit vorherrschenden großen Leerstandes von Kauf- und Mietwohnungen in der Gegend um den (...) – beispielsweise gibt es direkt nebenan gleich zwei Wohnungen, die größer und günstiger sind - und in anderen schönen Lagen in Kiel sowie den heute sehr niedrigen Kapitalzinsen, möchte ich – unter Hinweis auf die gesamtwirtschaftliche Lage, die wirtschaftliche Situation Kiels, und insbesondere meine Lebensplanung für die nächste Zeit – mit Ihnen gern eine Anpassung in Gestalt einer Verringerung der Nettokaltmiete um € 115,- (15%) ab dem 01.01.2006 vereinbaren. Ferner möchte ich vorschlagen, dass der Gefrierschrank, der in der ursprünglichen Planung der Küche vorgesehen war, nunmehr eingebaut wird.

Aufgrund bestimmter Termine, die ich aufgrund diesbezüglicher Bemühungen einzuhalten habe, bitte ich um kurzfristige Rückmeldung, gern binnen der nächsten zwei Wochen.

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung – auch wenn Sie mir ein Kaufangebot für die Wohnung übermitteln möchten, bin ich gesprächsoffen.

Mit freundlichen Grüßen"

...und wenn wir das jetzt bitte alle machen?!

Samstag, Oktober 22, 2005

Nützliches Wissen, VII.

1. Am Toten Meer kann man kaum einen Sonnenbrand bekommen. Es liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel, seine Dunstschicht ist so dick, dass schädliche UV-Stahlen nicht durchdringen.

2. Die Geschmacksrichtung grüner Gummibärchen ist ´Erdbeere´.

3. Die NPD lässt ihre Parteizeitung ´Deutsche Stimme´ in Polen drucken.

4. Asiaten werden schneller seekrank als Europäer.

5. Der Weltrekord im Dauerschluckauf liegt bei 69 Jahren.

aus Neon

Freitag, Oktober 21, 2005

Liebe Dein Spiegelbild wie Dich selbst.

Nicht zu rettener Text:

Der Herbst hält mich in seinem trägen Griff. Blut tropft auf die Bäume und färbt die gelben Mützen rot. Ich komme in dieser Rückwärtszeit nicht aus dem Bett. Nachts hält mich die Anspannung wach. Morgens vor dem Spiegel sollte ich mich küssen. Stattdessen rasiere ich mich lieber. Hat mehr Abstand. Ist sicherer. Ich hebe meinen Blick, und kurz danach folgt das Gesicht. So nackt. So zerhackt. Feen tragen keine Stiefel mehr, die Feen sind tot, das Leben scheint kaum mehr als Pflicht zu sein. Ich rasiere meine 550 Beine und dusche mich in den Tag. Keine Überraschungen heute. Frauen werden nicht Frank heißen und der Don wird nie Commandante werden. Nuf Nuf, kein Hurra. Ich durchsuche jeden Winkel meiner Hosentasche nach Penunsen, will doch Frühstücken, wenigstens Kaffee und Bier. Und Dinkelvollkornkeks. Erfolglos, ich werde wieder bei den brenndenden Tonnen landen, ab und auf nach vorn. MTV ist nicht die Welt, die Welt ist eine Hüpfburg in Auflösung. Beim Klo rückwärts einparken. Der Sonnenkönig schaut zu, der kahle Merlix bezaubert die Zauberhafte. Elfengleich zieht´s uns an einen Ort weit weg von Texas, dort steht unsere Lounge, vollgekackt mit rotem Hundedreck. Wirres Bloggen schützt vor Torheit net, eher im ganzen Gegenteil, das Teil. Der klare Blick senkt sich links von der Spree, knapp neben der Elbe. Es gibt Wortschnittchen und Pappenhappen. Bittersüße Schokolade am Exit. Kein Schritt vorweg, dafür krasse Eigenarten beim Schrei nach Liebe. Nicht Lu, nicht Neun, kein Girlthing, kein Dregg, kein Schmuddelblog. Schon lang kein Bettgeflüster mehr. Nix Bild. Nix Glob. Nix Glob.

Und: Ja, ich bin stockbesoffen! Oder wie wollen Sie sich das sonst erklären?

Ich krieg Hunger.

You Are Mexican Food

Spicy yet dependable.
You pull punches, but people still love you.

Sticky Fryday.

Gute Besserung, Tabbs!

Kender du forskellen.......på damer og rigtige kvinder ?

Damer: Hvis du ved et uheld har kommet for meget salt i den mad, du er ved at lave, så læg en rå kartoffel i gryden. Den vil opsuge det overflødige salt.

Rigtige Kvinder: Hvis du ved et uheld har oversaltet maden, er det sgu bare ærgerligt.

Damer: En nem kur mod hovedpine er at skære en limefrugt over og gnide den mod panden. Det klarer hovedpinen.

Rigtige Kvinder: Tag en limefrugt, bland den med tequila og chili og drik det. Du har ganske vist stadig hovedpine, men nu er du ligeglad.

Damer: Ved at lægge en lille skumfidus i bunden af en vaffelis kan man undgå, at isen drypper.

Rigtige Kvinder: Sug for pokker isen ud af bunden af vaflen. Du ligger alligevel garanteret på sofaen med benene oppe og spiser den.

Damer: For at undgå at kartofler spirer, kan man lægge et æble ned i posen til dem.

Rigtige Kvinder: Køb kartoffelmospulver og opbevar det i et køkkenskab i op til et år.

Damer: Kager får en pæn, blank overflade, hvis de bliver penslet med æggehvide inden bagningen.

Rigtige Kvinder: Der står ikke noget på Amos færdigblandinger om at kagen skal pensles. Lad være med det.

Damer: Hvis du har svært ved at åbne et glas marmelade el.lign., kan du prøve med gummihandsker på. De giver et bedre greb.

Rigtige Kvinder: Bed din lækre, rige single-nabo om at åbne det!

Damer: Lad være med at hælde overskydende rødvin ud. Det kan fryses i isterningbakker og bruges senere i saucer.

Rigtige Kvinder: Hvad er overskydende rødvin?

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Liebe

Hier wird es heute überhaupt nicht hell, verdammt!

"Sex: Barfuß, nur im Holzfällerhemd. Kanada."

Ernte 2005

Hatte gedacht, das wäre einfacher mit der Landwirtschaft. Hatte Tomaten, Erdbeeren und Kartoffeln auf dem Balkon angepflanzt. Die neun Tomatenpflanzen brachten bisher immerhin gut vier Kilo nette Bio-Tomaten hervor, die Erdbeeren immerhin ein Schälchen, aber die Kartoffeln sind so gar nicht gekommen. Hier das Bild der Ausbeute dieses Jahr. Ratlos.

Mittwoch, Oktober 19, 2005

Kiel vs. St. Pauli 4:1

Die Temperaturen treiben dem Nullpunkt zu. Gestern saß ich ein letztes Mal am Fuß der Steilküste, drehte mir eine Gauloises und starrte aufs Wasser. Das ist etwas, was ich ganz gut kann: Aufs Wasser Starren. Das Meer war unruhig, es wusste, jetzt kommt der Winter, jetzt kommen sieben Monate Bewegung bei eisiger Kälte. Es waren immer noch viele Segler draußen. Lustig bunte Dreiecke. Eines der größeren Schiffe wendete und nahm Kurs auf Land. Es kam auf mich zu. Ich kam mir vor wie in diesem alten Videospiel, in dem man als U-Boot große Kriegsschiffe versenken sollte, und ich war entdeckt.

Als das Schiff näher kam, konnte ich erkennen, dass es ein Piratenschiff war, die Piratenflagge flatterte bedrohlich am Hauptmast. Ehe ich weglaufen konnte, stach der hölzerne Bug auch schon in den Sand. Ich sprang auf und versuchte noch, die Steilküste heraufzuklettern, doch der lehmige Sand kam mir in großen Brocken entgegen. Hinter mir tönte eine höhnische Stimme: "Haben wir dich überrascht, Wulfnoth!" Die Stimme fror mir die Kehle zu, so dass meine Erwiderung unterhalb des Halses steckenblieb. Ich wusste zwar in der Panik nicht, wie ich hieß, aber Wulfnoth war mit Sicherheit nicht mein Name. Ich wurde an den Waden gepackt und durch den Sand geschleift. Sie banden mir Hände und Füße zusammen und stopften mir einen Knebel in den Mund. Dann wurde ich auf ihr Schiff geschleppt.

Es roch nach Teer und verdorbenen Früchten. Ich riss die Augen auf, als die Bande Seeräuber eine Gasse bildete, und der Kapitän auf mich zukam. Es war eine Frau, groß und dunkel, mit brennenden, schwarzen Augen. Sie stand seebärig, breitbeinig vor mir. Sie hielt mir ihren Säbel, den zwei kleine Kerben zierten, an den Hals, und sah mich mit vorgerecktem Kinn finster an. Dann stellte sie sich hinter mich, so dass ihre offenen Haare mich streifen konnten. Es duftete nicht böse. Sie flüsterte: "Du bist nicht Wulfnoth, aber du weißt, wo er ist." Ich schüttelte hektisch den Kopf, und machte ein flehendes Geräusch. Sie knurrte, aber irgendwie war ihr klar, dass dies nicht ihr größter Fang werden würde. "Schmeißt ihn über Bord. Dieser Jammerlappen hat keine Ahnung", so ihre barsche Anweisung. Ich bemühte mich, nicht zu erbrechen, ich wusste nicht, wie sich das in meinem geknebelten Zustand auswirken würde.

Drei Kerle packen mich und warfen mich ohne zu Zögern über die Brüstung. In meinem Gehirn explodierte eine Handgranate. Fast zeitgleich überkam mich im Flug aber Hoffnung, da das Schiff noch nicht abgelegt hatte. Ich landete in der Brandung, schlug sanft auf dem Grund im seichten Wasser auf und wurde Hals über Kopf an den Strand gespült, wo ich nach kurzer Besinnungspause auf sichere Höhe robben konnte. Ich blieb mit schwerem Herzklopfen vorerst bewegungslos liegen. Nach einer Weile löste sich das Schiff im aufkommenden Nebel auf, und mit der Zeit verschwanden Fesseln und Knebel.

Ich musste sie wiedersehen.

Dienstag, Oktober 18, 2005

Flaum ums Maul trifft blutjunge Lippen

Wie anders wäre die Herbsteszeit zu verarbeiten, könnte man nicht in seinen Depressionen schwelgen, diese ausleben und ausdrücken. Manche spielen Klavier - hab ich auch zehn Jahre versucht -, manche malen Bilder, andere schreiben Gedichte. Leider sind diese Gedichte immer niederdrückend - die Blätter fallen, niemand berichtet über die positiven Seiten: Kartoffel- oder Kürbisernte z. B.

Um das Klischee mit den Gedichten auch nicht zu sehr zu strapazieren, so sehr mir auch danach wäre, mit einer Buddel Wein fröstelnd am Strand Rilke zu murmelieren, nein, statt Gedichten soll es diesmal geben:

Geschichten: Flaum ums Maul trifft blutjunge Lippen.

Ich leg´ keinen vor, Ihr seid öhne Zögern dran!

Montag, Oktober 17, 2005

Ode an den Sonnenkönig.

Oh Feuerlanze.
Oh Glücksstab.
Oh Schwanz.
Oh dreckiger Fink.
Oh Pimmel.
Oh Lümmel.
Oh Schniedel.
Oh Schwengel.
Phallus klebt allus.
Phallus klebt allus.
Oh Spritzbock.
Oh Riemen.
Oh Pint.
Oh Pullermann.
Oh Zischer.
Oh Penot.
Oh Glied.
Oh Rohr.
Phallus klebt allus.
Phallus klebt allus.

(...)

Müllabfuhr und Frisurzensur.

So wie´s aussieht, wird der Blogcounter nun doch aufgeräumt. Ich bin gespannt.

Im Stehen.

Aus der Apotheke frisch eine neue Probe mitgebracht: Fußcreme, Spezialpflege für sehr trockene, raue Füße. Hauptwirkbestandteil: Harnstoff. Macht also Sinn, sich morgens beim Duschen auf die Füße zu pinkeln, tut man gleich noch was für die Getretenden, und spart obendrein noch Apothekengeld, ganz zu schweigen vom Klospülungswasser.

Mir geht gerade auf: Ich bin jetzt also in dem Alter, in dem man mir ungefragt Proben von Fußcreme mitgibt. Wahnsinn!

Sonntag, Oktober 16, 2005

Die kleine Sonntagsprovokation, II.

Weil sich hier jeder in die Herzen anderer Menschen heuchelt, dass es nur so kracht, schamlos lügt, ohne mit der Wimper zu zucken oder wenigstens am Popo Rot zu werden, sollten wir anfangen, jene Zeitgenossen schätzen zu lernen, von denen glasklar feststeht, dass es unsere Feinde sind. Wer Feinde hat, weiß, woran er ist!

Deshalb frage ich vertrauensvoll Dich, lieber Leser: Willst Du mein Feind sein?

(Die kleine Sonntagsprovokation heute wegen extremer Sonntagsträgheit aus "Blond" adaptiert)

Samstag, Oktober 15, 2005

Nützliches Wissen, XII.

1. Eine Wanderratte kann sich bis zu 500 Mal in sechs Stunden paaren.

2. Tauben können Bilder von Monet und Picasso am Malstil unterscheiden.

3. Die ersten Zigaretten wurden von Marlboro mit rosafarbenen Filtern verkauft, damit Lippenstift darauf nicht zu sehen war.

4. Louis Réard, der Erfinder des Bikini, war Maschinenbauingeneur.

5. Bei den olympischen Spielen in Athen 1906 gewann Deutschland eine Goldmedallie im Tauziehen.

(aus Neon)

Freitag, Oktober 14, 2005

Start Flying after Test!

Der Entschluss, etwas aktiv gegen die aufkommenden Herbstdepressionen zu tun, war sicher einer von der Hey-Wow-Sorte. Zu irgendwas muss der Herbst mit seinem Kuschelwetter schließlich gut sein. Versuchsaufbau: Drei 100%ige Schokoladen, Kamba 100%, Leysieffer Jahrgangsschokolade (2000) 99%, Domori Puro 100%. Zugegeben, nichts für Weicheier, die 100%igen muss man schon lieben, es geht teilweise hart zur Sache.

Zuerst der Soundtest: Hier liegen Kamba und Domori klar vorn, voller, ploppiger Schokoladensound beim Teilen, während die Leysieffer etwas laut und unschokoladig klingt, trotzdem aber gut. Macht Lust auf mehr.

Erster Eindruck: Das Äußere ist bei allen Dreien schön samtig und schokoladig, die Domori glänzt mit Glattheit, die anderen sind etwas rauer, die Leysieffer richtiggehend edel matt.

Geruch: Die Kamba kommt schön mandelig duftend daher, die Leysieffer etwas seifig und mit Orangenduftölduft (!), die Domori fruchtig und frisch.

Die Aromen: Die Domori punktet mit der größten Fülle an erkennbaren Aromen, klar im Vordergrund finden sich Kirsche oder Kirschöl, dahinter Vanille, Kaffee, Pfeiffentabak, Haselnuss, Kräuter, ein Hauch Zimt. Die Kamba kommt sehr spät in die Gänge, zunächst rätselt man ein wenig herum, schmeckt dann aber klar Kaffeearomen und Gewürze. Die Leysieffer stört mit ihrer Seifigkeit im Untergrund, der die schön breite Erdigkeit und die Waldpilze überdeckt. Vanillie und Taback ziehen nach. Vielleicht ist die Tafel einfach ein wenig überlagert, sonst war nach meiner Erinnerung mehr Begeisterung aus der Leysieffer zu holen.

Den längsten Abgang hat die Domori, sie verwirrt auch nach einer Stunde noch die Geschmacksnerven mit leicht buttriger Note.

Im Gesamteindruck überzeugt wieder die Domori mit perfekter Ausgewogenheit zwischen Bitterem und Süße, sie hat die wenigste Säure. Sie schmeckt wie sie riecht. Die Kamba ist die bitterste der Drei, hat aber dezente, gut eingebundene Säure. Die Leysieffer hat ihr Bitteres gut gebunden, sie setzt aufs Erdige. Alle drei halten im Geschmack, was sie mit dem Geruch versprechen.

Fazit: Bei mir siegt klar die Domori Puro (98 Punkte), dahinter folgt die Kamba (90 Punkte). Knapp auf Platz 3 landet die Leysieffer (88 Punkte), die sich als einzige einen minimalen Zuckerzusatz gönnt, jedoch hervorragend zum Sonntagskaffee passt.

Glücklich machen sie alle drei.

Mittwoch, Oktober 12, 2005

Goldener Oktober.



Einmal noch den Wind unter dem Helm.
Einmal noch am Heck eines 5ers kleben und wissen, er hat keine Chance, wenn die Lücke kommt.
Einmal noch mit 280 über die Autobahn, die Straße zum Dreieck machen.
Einmal noch den Asphalt einsaugen, mit dem Vorderreifen aufsaugen und mit dem Heck freilassen.
Einmal noch dem Tod entrinnen.
Einmal noch links antäuschen und rechts vorbei.
Einmal noch der Sonne entgegen und von hier an blind.
Einmal noch Kurven räubern und Jungfrauen erschrecken.
Einmal noch Kurven kratzen und Ducatis jagen.
Einmal noch rasen, bis der Tank leer ist.
Einmal noch in 90 Minuten nach Hannover.
Einmal noch Schräglage, bis Mutter hinten runter fällt.
Einmal noch Bremsmanöver und Glück gehabt.
Einmal noch AC/DC und Stones zusammenfügen.
Einmal noch ganz in Leder am Strand liegen und dem Meer zusehen.
Einmal noch beide Hände hochreißen wie Rossi.
Einmal noch Vollgas.

Jemand Interesse?

Raus aus meinem Haus!

Für alle die, die diese Seite mit Hilfe der Suchbegriffe "Eva Briegel ficken" und "Eva Briegel nackt" bzw. "Eva Briegel Brüste" oder "Eva Briegel Mutter pisst" erreichen, hier noch die Alternativlinks:

http://www.gehirne.de/db/opt_entfernen.php3?run=geschichten&real=1&nr=7310
http://www.forum-neukoelln.de/index.php?id=744

Nichts für mich.

Ich sprach darüber, jetzt haben wir das hinter uns. Was soll ich darüber berichten? Ich hab diese Verleihung noch nicht richtig wegsortieren können. Information overflow. Impression overflow. Pressure overflow. Emotion overlow. Nobleness overflow. Traditions overflow. Familiy overflow. Excess of exorbitance oversize surfeit overkill in abundance...overflow.

So aufgeregt hatte ich meinen Vater noch nie gesehen. Er wollte gern noch ein paar Worte sagen, auch, dass das alles ohne seine liebe Frau nicht möglich gewesen wäre.

Unser Ministerpräsident war gut und locker drauf, er nahm die Spannung aus der Luft und wirbelte sie mit einem Wortschwall durch das Fenster ins Freie. Fester, angenehmer Händedruck. Doch wählbar, na ja. Mutter stand sicher und geschmackssicher. Der Wechsel zu den ernsten Worten ebenfalls gut gelungen. Ohne Ehrenamt wäre die Welt ein finsterer Ort, also fast. Man scherzte, man freute sich. Ich machte Fotos mit dem Handy, allesamt verwackelt. Edel, Schädel, Gäste, Haus.

Hinterher Essen mit dem Kreispräsidenten. Ich nahm nen Aperol vorweg. Wenn dafür kein Geld mehr da wäre, das wäre schlimm. Fisch könnten die hier ganz gut. Sagt man.

Ich bin zu durcheinander zum Bloggen.

Dienstag, Oktober 11, 2005

Volle Kanne Kunst.

Früher trank ich gerne Beck´s. Es gibt sogar ein Kinderfoto, auf dem ich mit den schönen grünen Flaschen mit dem Schlüssel umgeben bin - wird nachgereicht. Für alle, die jetzt kreativ werden wollen, hat Beck´s einen Fashion-Wettbewerb ins Leben gerufen. Hier.

Nicht die Bohne.

Was für ein Scheißtag gestern, Verzeihung! Über die Regierungsmissbildung ist ja bereits genug geschrieben worden. Aber auch sonst: Da sind erst gleich drei Pläne für einen Ortswechsel von ihrem erfolglosen Kurzurlaub zurück, und dann macht meine Werkstatt einen Uiuiuiui-Kostenvoranschlag über 1.100 Euronen für die Karre. Dabei fährt sie noch. Konnte mich dann auch nicht trösten, dass ich sie auf 700 runterhandeln konnte, weil nicht alle Ersatzteile echtvergoldet sein müssen. Und abends dann ist der Wein, auf den ich mich die ganze Woche gefreut habe, nicht an seinem Platz - er ist einfach weg. Ich könnte schreien. Da hilft es nicht die Bohne, wenn noch eine Spedition klingelt, um mir vier Gläser Mutters Feinstes vorbeizubringen. Wenigstens bleibt ein kleiner Trost und die Lehre am Ende des Tages:

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

Montag, Oktober 10, 2005

Außenschröder, II.

Seit Monaten fordere ich, dass Gerhard Schröder nun Außenminister wird. Ist doch der perfekte Job. Ist traditionell der beliebteste Politiker, kann für die Rentenkürzungen und Wirtschaftsflaute im Ländle nichts, kann den Staatsmann raushängen lassen und Hin und Wieder ein paar dicke Verträge in China holen, Rumreisen, dazu sogar noch Friedensengel spielen. Er ist ein guter Mann.

Jetzt, wo Merkel Kanzlerin wird, fordere ich den Gerd auf, über seinen Schatten zu springen und das Außenamt zu übernehmen! Eitelkeit zählt als Ausrede nicht. In vier Jahren wird dann neu gewettet!

Und falls nicht: Trinken wir ein Bier zusammen?

Happy Birthday, Sabine!*

(*Name von der Redaktion geändert, bis Erlaubnis zur Freigabe erteilt wurde.)

Tripping

Am Wochenende war ich mit einer alten Freundin Cappuccino Trinken. Ich komme mir immer alt vor, wenn ich Cappuccino und Whiskey bestelle, und die schon am Morgen wankende Bedienung, die vermutlich bei Dinner For One gelernt hatte, schaute mich an, als hätte ich nen Kringel. Vielleicht konnte sie mich aber auch weder der Toscana-Fraktion noch den alten Möchte-gern-Cowboys so richtig zuordnen. Sei´s drum. Mitten im schönsten Gespräch über alte Zeiten, vertraute sie mir an, sie würde regelmäßig und gerne Kirchenkerzen entwenden, denn nur damit wäre es ihr möglich, die richtige Entspannung zu finden. Ich meinte, das fände ich leicht surreal, und ob sie den Grund dafür schon erforscht hätte. Nö, wollte sie auch gar nicht. Dafür sei ihr die Macke viel zu lieb. Und mein Beamtenkinderherz war glücklich, dabei Komplize sein zu dürfen.

Sonntag, Oktober 09, 2005

Die kleine Sonntagsprovokation

Calvin Broadus und Curtis Jackson (Snoop & 50 cent) verklagen ein Autohaus, weil dieses mit ihren Bildern geworben hat. Unglaublich! Erst tragen diese (natürlich nicht) komplexbeladenen Neureichen propagierend ihren "Gangsta"-Style in die Welt, und jetzt dürfen andere es ihnen nicht gleichmachen? Räuberpistole!

Samstag, Oktober 08, 2005

Übersetzen Sie: Weine der Welt

Vor kurzem las ich in einer Weinkarte die Beschreibung eines Weines, das ging so: "Weine aus Savigny sind nahrhaft, theologisch und krankheitsvertreibend." Was sollte ich damit anfangen? Was zum Geier war da passiert? Hatte man einfach wörtlich übersetzt, ohne zu schauen, ob jemand etwas damit anfangen kann? Ich versuchte es zu deuten:

Nahrhaft könnte "nourrissant" gewesen sein. Theologisch = keine Ahnung? Glaubensmissbrauch für Marketing? Krankheitsvertreibend ist "immunisant", klingt aber nicht sehr gut, zu klinisch. Ich bevorzuge also "roboratif", gibt Kraft (robur, roboris > robuste).

Also war es ursprünglich das:"Les vins de Savigny sont toujours nourrissants, théologiques et roboratifs". Klingt schon ganz gut, aber nicht glaubwürdig.

Zweiter Ansatz : Google. (Suchbegriffe : Savigny, nourrissants)

Ich lese also "morbifuge" für krankheitsvertreibend. Morbus, morbi für die Krankheit, und fugium wie bei vermifuge (insektenvetreibend). Fazit:

Also "nourrissants, théologiques et morbifuges".

Théologiques? Das passt nach wie vor nicht rein. Der Wein wird vor allem das Ergebnis einer starken kirchlichen Betätigung sein. Insbesondere bei den Orden, hier den Zisterzienser (Citeaux = Clos-Vougeot) tat sich da einiges. "Pensionierte" Witwen hatten beispielsweise Anspruch auf einen Liter pro Tag. Was hilft mir diese Info bei der Auswahl des Weines?

Grausame Unkenntnis oder Übersetzungsmissbrauch?

Egal. Im Französischen klingt´s jedenfalls nach lecker Wein.

Freitag, Oktober 07, 2005

Mit Ohren.

Wirres unter uns hat eine nicht weiter erklärungsbedürftige Aktion gestartet, der man sich schon aus lauter Sympathie anschließen müsste.

Endlich mal wieder Button bei die Fischgeruch.

Immer rein damit.

Für alle, die mich für einen Kommentar-Troll halten und es mir ausgleichshalber richtig heimzahlen wollen, ist das Kommentarfeld unten heute geöffnet.

Tut Euch keinen Zwang an!

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Puppenstube

Neulich hatte ich eine Affaire im Schaufenster bei H&M. Ich hatte einen anstrengenden Tag hinter mir und schaute versonnen drein. Plötzlich sprachen mich die Karos an. Der Kontakt war fordernd, heftig zog es an Lippe und Ohr. Die Mäntel rauschten, nicht die der Geschichte. Finger von Mädchen steppten Daunen. Der Bär brüllte "Kauf mich auf Raten!". Alle Fragen waren schon vernichtet, die Schlachten gewonnen. Antworten blieben ungesucht. Der Rasen war Kunst. Die Weite nah. Ich hatte mich an Schokolade überfressen. Schau mal um die Ecke, Kleines.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Life-Bloggin´ Blues

WAAAAAAAAAAAAAAHH!

Wo ist Scrubs?

Erdhorn.

Das ist er, oder nicht? Der Dsungarische Zwerghamster von 1773. Wo hat er nur seinen Aalstrich, der kleine Sack?

Nützliches Wissen, VI.

1. Die Flagge der Dominikanischen Republik ist die einzige, die eine Bibel zeigt.

2. Die durchschnittliche Ozeantiefe liegt bei 3990 Metern, über 90% des Meeres sind unerforscht.

3. Das erste Land, in dem Frauen wählen durften, war Neuseeland (1893).

4. Polypen haben nur eine Körperöffnung, die Mund und After zugleich ist.

5. Ein Mann produziert täglich 104 Mio Spermien - etwa 1200 pro Sekunde.

(via Neon)

Dienstag, Oktober 04, 2005

Zwischenstand.

Der Kinski-look-a-likeNacheiferwettbewerb läuft bereits auf vollen Touren. Folgende zwei Beiträge darf ich mit Einverständnis der Autoren vorzeitig veröffentlichen: Das obige Bild zeigt meinen Halbbruder, der sich dankenswerter Weise Mühe mit seiner Wimperntusche gegeben hat, und den wunderbaren Link verdanken wir MCWinkel, der Steve-O für den Kinski der Neuzeit vorstellt. Also! Mitmachen!

SünOnÜmsAmmeLSuriUm

Pflaume, Zazou, Spalte, Möse, Mumu, Muschi, Muschel, Öffnung, Tiefe, Fotze, Loch, Papaya, Schatztruhe, Liebeskanal, Kinderfabrik, Schinkenspicker, Biber, Höhle, Lusthöhle, rosa Kaninchen, Bleistiftspitzer, Mulde, Donut, Lilie, Lotus, Liebesbox, Fleischvorhang, Grube, Hautfalte, Lustkamin, Schlitz, Südpol, Honigkuchen, Lustkanal, Liebespassage, Garage, Golden Gate, Furche, Pelztier, Bär, rosa Hügel, Kasten, Briefschlitz, Grotte, zarte Versuchung, Häschen, Blume, Pforte, Portal, Singsing, Lipgloss, Eingang, Tor, Dingdong, Cockpit, Conchita, Spielkiste, Röhre, Snackbar, Unterwelt, Lilie, Pfirsich, Seidenpuppe, Saftpresse, Saftladen, Königin der Mitte, Mandel, Brunnen, Lustspender, Hafen, Gasse, Scheunentor, Kiste, Jenny, Barbie, Lala, Lusthöhle, Liebeskanal, Prinzessin, Gerät, Kätzchen, Lodge, Venus, Bonbon, Joytoy, Schlüsselloch, Liebeskammer, Kammer, Schüssel, Elfenbeintor, Pink Panther, Pussy, Auster, Pink Pudding, Nadelkissen, Mysterium, Kirsche, Männerfalle, Wunderland, Freudenspender, Liebespalast, Altar der Lust, Mausefalle, Aprikose, Praline, rosa Mund, Dose, Geldmaschine, Kitty, Organ, senkrechtes Lächeln, brenndender Busch, Niemandsland, Nest, Kuchen, Torte, Törtchen, Vulva, Tunnel, Stabhalter, Scheide, Vagina, Bassin, Whirlpool, Münzschlitz, Feuchtbiotop, Steckverbindung, Steckdose, Bienenstock, Börse, Kupplung, Dudelsack, Blackbox, Schwarzes Loch, Gulli, Oval, Wölbung, Liebeshügel, Schmelztigel, Yum-Yum, Falltür, Besenkammer, Perlenkissen, Heimat, kleine Klappe, Kessel, Durchlauferhitzer, Kassette, Schmuckkästchen, Liebesdienerin, Ofen, Orchidee, Kelch, Nektargraben, Quichi, Xanadu.

(via Bettgeflüster)

Montag, Oktober 03, 2005

Abgesang.

Ich hab keine Lust mehr. Die Blogosphäre konnte nicht halten, was sie versprach.

Sie versprach neue Inhalte, beschäftigte sich aber letztlich doch nur mit sich selbst. Sie sollte Meinungsfreiheit bieten, aber schon dann, wenn ein Kommentar abwich von der gemeinen Meinung, wurde er verteufelt. Schlimmer als Stammtische, hohle Hülsen, dümmste Plattitüden "dagegen!", Hauptsache, die Linie wird gehalten. Falls ein Post nicht common sense war, ebenso andersherum. Ausgrenzung. Abgrenzung. Raus damit.

Die Blogosphäre verhieß neue Freiheit im Internet, legte sich aber selbst in Ketten. Da jeder Inhalt nicht neu sein kann, wurde er des Plagiats entlarvt. Nicknames sollten Offenheit bringen, schürten jedoch Misstrauen. Man beschimpfte und bezichtigte sich. Kommentierte ich zu viel, kamen gleich die Bremser auf den Plan, zu laut, zu laut. Schrieb ich zaghaft, wurde mangelndes Interesse vermutet. Kommentierte ich zu bestimmt, war ich aufdringlich und Außenseiter. Machte ich Faxen, raus mit der guten Laune, fühlte sich die Hälfte der Republik angegriffen. Schrieb ich zu klug, wurde ich Stalking-Opfer. Wollte ich unterstützen, wurde ich des Eigeninteresses abgeklagt. Stellte ich meine Blogroll um, wurde Liebesentzug attestiert und gleich zurückgeschossen. Szenen einer Ehe. Dachte man zunächst, man konnte sich offen so geben, wie man ist, wurde schnell klar, dass man sich lieber verstecken sollte. Die Verfolger lauerten überall im Netz. Qualitätskontrolle wurde ersetzt durch gegenseitige Kontrolle, mitten im Mob zum Licht.

War man zu erfolgreich, kamen sofort die Neider und Meckerer, die Belehrenden und die Erfolglosen. Pastorale Attitüde der Klugscheisser. Zu viel Inhalt, zu wenig Inhalt. Ein gutes Image macht ein gutes Produkt?

Die Macht liegt auch hier in den Händen einiger, die sie verteidigen. Top 100, Top 100, Hauen und Stechen. Verbote und einstweilige Anordnungen. Seilschaften mehr als im roten Rathaus, Vertrickungen, abgesprochene Querverweise, Point of Sell. Wenn man sie angriff, reagierten sie mit Nebelkerzen, statt mit Argumenten.

Ich hab sicher ein paar Fehler gemacht, das ist normal. Aber es sollte eigentlich Spaß machen. Wenn es aber nach den gleichen Gesetzen läuft wie im Mittelalter, auf mancher Arbeit oder im beschissendsten Miteinander, dann erspare ich mir das lieber.

Ich hab keine Lust mehr.

(War nur Spaß. Morgen geht´s natürlich weiter!)

Sonntag, Oktober 02, 2005

15 Jahre Abitur

"Du siehst aber aus, als wärst Du vom Leben gelangweilt"

"Und Du siehst immer noch wie ne alte Jungfer aus."

Samstag, Oktober 01, 2005

Weekend-Bubbles

Wir haben nun beschlossen, die Unternehmensstruktur der mundgeblasen.de den geänderten Wettbewerbsbedingungen anzupassen. Dabei greifen wir auf eine evaluierte Geschäftsidee zweier erfolgreicher Internetunternehmen - EBay und Google - zurück, und vermischen diese kräftig zu einer eigenen Suppe:

Die Plätze auf der Blogroll werden dementsprechend ab jetzt meistbietend versteigert.

Sie erkennen mit dem Lesen der Überschrift unsere neuen AGB an.

Cat at work, III. Teil













Die Chefin de Cuisine starrte entsetzt auf das übel zu-gerichtete Kaninchenragout: Wo war die Petersilie hin?*

(* Klassischer Wochenendkontent)