Freitag, März 24, 2006

Handy ick lösch dir.

Es wird wieder einmal Zeit, mein Mobiltelefon aufzuräumen. Genauer gesagt, das Telefonbuch, in dem sich ein Haufen Namen und Nummern angesammelt hat. So ganz einfach ist das meist nicht, die Gefühlsschwelle in Kopf und Herz so zu justieren, dass der Daumen sich der Löschtaste auch nur dann nähert, wenn es die Richtigen trifft. Damit man später nichts bereut. Denn schließlich sind diejenigen, die ich da herausdrücke, für immer verschwunden, nicht mehr existent. Sie werden nie mehr von einem zufälligen Blick auf ihren Namen profitieren können, der den Impuls auslösen könnte, sich mal wieder zu melden. Sie werden vergessen.

Bei so einer Vergangenheitslöschaktion kommt mir oft meine sentimentale Ader in die Quere, die meint, alte Einträge haben ein Recht auf Bleibe. Die Elektronen, die diese Namen speichern, haben sich auf der Simkarte eingebrannt und lümmeln sich da herum wie auf einer Couch - man darf sie nicht so einfach entfernen, Sie sind fast schon von RAM zu ROM geworden. Der Daumen zuckt mal mehr, mal weniger bei jedem Namen. Ach, ich mach das ein anderes Mal.

Kommentare:

mcwinkel hat gesagt…

Weg mit den alten Namen! Macht die alphabetische Suche nur umständlicher, denn: Man ruft doch eh nicht mehr an.

Saxana hat gesagt…

Doch irgendwann - so denke ich - kann man es doch brauchen. Wenn sie gelöscht sind macht es die Telefonwelt kleiner, andererseits heißt es immer, dass Neues nachwächst.
Ich lösche meine Nummern, die ich nicht mehr anrufe HEUTE jedenfalls nicht aber MORGEN vielleicht doch.

Etosha hat gesagt…

Oh ja, lachend erkenne ich mich wieder! Ganz leicht geht nur das Löschen von Nummern, die man mal für irgendeine Aktion gebraucht hat, ganz weit weg, zum Beispiel in Schottland. Alles andere bleibt drin, gewissermaßen damit man sich daran erinnert, dass es Menschen gibt, die man vergessen hat.

SirDregan hat gesagt…

machs wie ich -> Daten auf dem PC sichern und dann eiskalt durchgehen und löschen. Das schlechte Gewissen ist somit besänftigt :)