Montag, März 27, 2006

Lesen im Kaffeesatz, ein Sonntag in Hamburg

Das Kaffee.Satz.Lesen in der Baderanstalt in Hamburg ist eine lohnende Veranstaltung. Selbst wenn man zwischendrin kurz einnickt.

Herr Paulsen hatte geladen, und ich war mir nicht sicher, ob ich kommen konnte. Hatte ich doch bis gestern Morgen um halb fünf Geburtstag gefeiert und etwa einen Karton Rotwein geleert. Glücklicherweise hatte ich jedoch die Hälfte der Zeit in der Küche verbracht und mich nicht in Gesprächen verausgabt, weshalb ich große Lust hatte, einer Lesung zuzuhören. Besonders auf Eric freute ich mich, dessen angenehme Art ich sehr schätze. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn der Autor von Jungs sind so schaffte es auch diesmal, sein Publikum mit der ihm eigenen Leichtigkeit in die Perspektive von Jungs zu versetzen, ohne die Zuhörerschaft zu spalten.

Auch Almut Klotz und Stephanie Schütz enttäuschten micht nicht. Souveräne Vorträge, bei denen viel von den Autorinnen rüberkam.

Ein weiteres besonderes Highlight war jedoch der Auftritt des schweizer Autors Christoph Simon, der durch seine Vortragsperformance begeisterte. Selbst wenn man nicht bereit ist, die Figuren des Franz Obrisk und seines Dachses in ihrer ganzen Tiefe auszuleuchten, so ist der Typ Simon absolut unterhaltend und erlebenswert. Ich werde mal gucken, ob auch lesenswert.

Sonst? Softwareherz war da, und ein Hörspiel, mit dem ich absolut nichts anfangen konnte. Nicht, dass die Person der Künstlerin mich sofort abgeschreckt hätte, die in grauer, unförmiger Jogginghose mit hinten herausquellender Unterwäsche auftrat, also insgesamt einem Outfit, dass ich mir nicht einmal auf dem heimischen Sofa gönnen würde. Aber auch die Texte, die mit mehrfachem Widerhall, bedeutungsheischenden Pausen und mit unterlegtem Herzklopfen oder Beats und Klängen vorgetragen wurden, spachen mich nicht an. Ich überlegte, ob ich diese Ansammlung von Sinnsprüchen, Anklängen von Bedeutung, Platitüden und Andeutungen in meiner Jugend gutgefunden hätte, oder ob ich aufstehen und gehen sollte, weil mir die Klänge langsam auf den Geist gingen. Einige im Publikum schlossen die Augen, und es ließ sich schwerlich erkennen, ob sie in der Darbietung versanken oder sich einfach woandershin träumten. Ich jedenfalls schloss auch kurz die Augen, und schlief - auch aufgrund meiner Müdigkeit - sofort ein. Ein wie ein Segelschiff donnernder Applaus weckte mich zur Kaffeepause. Der Kaffee tat gut.

Ein paar Blogger gab´s auch noch zu gucken, eigentlich die üblichen Verdächtigen, quasi die Hamburger Bloggerprominenz, wie Merlix, dessen Herzdame ich aber nirgends entdeckte, Isabo, teilweise in Leder und natürlich Paulsen, der die Show gekonnt souverän moderierte. Auch Lyssa war zu sehen. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle Lyssas besonderen Rock posten, der mich innerlich spaltete, aber zu viel über Kleidung, das wäre einem Bericht über eine Autorenlesung einfach nicht angemessen.

Kommentare:

texas-jim hat gesagt…

Na, denn nachträglich alles Gute zum Geburtstag!

der.Grob hat gesagt…

dem schließe ich mich an. alles gute nachträglich.

SirDregan hat gesagt…

uh uh
ebenso

isabo hat gesagt…

Na, Sie sind mir vielleicht ein Vogel!
Warum haben Sie denn nicht Hallo gesagt? Wo ich doch nachgewiesenermaßen keine Gesichter kann.
Ja, jetzt im Nachhinein fällt mir ein, dass ich Sie gesehen habe - kennste irgendwoher, dachte ich, dann wird das einer von denen sein, die immer da sind. Pffft.

Hey, und die allerbesten Geburtstagsglückwünsche!

waschsalon hat gesagt…

geschickt eingebaut: auch von mir nachträglich gute glückwünsche.

eric hat gesagt…

und wir lästern gestern noch in der schlange über lange geburtstagsfeiern... hattest du nicht erwähnt, dass es sich um deinen handelte oder habe ich das leicht überfeiert und nervös einfach überhört? auf alle fälle von mir die besten glückwünsche nachträglich und schön, dass du gestern da warst! und für die lobenden worte überlege ich mir was, sobald mir die schamesröte aus dem gesicht geflossen ist. dafür werde ich mich revanchieren, versprochen!

schroeder hat gesagt…

genau genommen sagt er auch jetzt nicht, dass es sich um die eigene Feier gehandelt habe, oder?

Egal, sicher ist sicher... Herzlichsten!

F hat gesagt…

Allen zusammen: Danke und genau!

Isabo, ich bin schüchtern. Manche halten das für Arroganz.

Eric, Ehre, wem Ehre gebührt.

Merlix hat gesagt…

Alles Gute nachträglich! Ich habe Sie leider tatsächlich nicht gesehen. Die Herzdame saß während der Lesung fleißig zu Hause am Schreibtisch. Wenigstens einer von uns tut etwas für die Karriere.

Lyssa hat gesagt…

Auch von mir ganz herzlichen Glückwunsch nachträglich. Sehr schade, daß ich Sie nicht gesehen habe. Warum sagense denn nix??
Ach ja, ich hätte gern eine Mail zu dem Rock und der Spaltung, bitte.

F hat gesagt…

Merlix, Danke.

Lyssa, Danke. Sie wissen doch, ich bin schüchtern.

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