Samstag, Dezember 26, 2009

... und ab geht´s zu Schwiegereltern und Eltern. Ich kann es kaum erwarten, all die ohne Zweifel lustigen Geschichten aufzuschreiben, die die nächsten Tage bringen. Haltet mein Andenken in Ehren.

Donnerstag, Dezember 24, 2009

Dienstag, Dezember 22, 2009

Der Kindergarten ist tot, es lebe der Kindergarten

So, Nachtrag. Anbei ein Schreiben, das gewirkt hat; der Kindergarten hat nicht auf die dreimonatige Kündigungsfrist bestanden:


Fristlose Kündigung


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündigen wir den Betreuungsvertrag vom [...] mit Ihnen außerordentlich und ohne Frist aus wichtigem Grund gemäß §§ 314, 313 BGB. Es liegt eine Vernachlässigung und/oder Gefährdung des zu betreuuenden Kindes in seinem geistigen, seelischen und leiblichen Wohl vor. Eine vorgängige Abmahnung ist vorliegend obsolet, da nicht zu erwarten ist, dass sich die Verhältnisse bessern und das Vertrauensverhältnis bereits so gestört ist, dass wir nicht bereit sind, eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Tagesstätte und damit weitere negative Wirkungen auf unser Kind in Betracht zu ziehen.


Gleichzeitig widerrufen wir alle gegebenen Einwilligungserklärungen und Ermächtigungen zu sofort. Die Essensbestellung kann ebenso gestoppt werden, da unser Kind nicht in die Kindertagesstätte zurückkehren wird. Hilfsweise gilt die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.


Bereits die Eingewöhnung in Ihrer Tagesstätte entsprach nicht den Verkündungen in Ihrem Konzeptionsprospekt, der Teil des Vertrages ist. Statt eine individuelle Eingewöhnung zu gewährleisten, was für ein ungestörtes Verhältnis zu dem neuen Ort sehr wichtig gewesen wäre, wurde das Kind bereits am ersten Tag weinend allein gelassen. Das Kind hatte keinen Ansprechpartner. Am zweiten Tag wurde der erziehungsberechtigten Mutter ohne Vorwarnung das Kind entrissen, und als es daraufhin verständlicherweise wütend weinte, wurde ihm auch noch das Essen weggenommen. Dies allein hätte uns Warnung genug sein sollen, dass das vorgebliche pädagogische Ziel, die intellektuelle und gefühlsmäßige Entwicklung des Kindes, nicht im Fordergrund der Bemühungen steht. Denn eine ordentliche Entwicklung kann nur über eine vernünftige Beziehung zu dem Kind funktionieren, um die jedoch keine Bemühungen sichtbar wurden. Wir ließen uns jedoch vorläufig einschüchtern und wollten erstmal schauen, wie es sich entwickelt.


Leider stellte sich heraus, dass dieser Stil nicht nur beibehalten, sondern der Druck auf Kind und Eltern ständig erhöht wurde. Das Hauptproblem sahen die Erzieher darin, dass das Kind noch nicht gänzlich trocken ist, was uns gegenüber ständig und mit zunehmender Heftigkeit – vor dem Kind - kritisiert wurde. Das Kind wurde mehr und mehr eingeschüchtert. Wenn sie in die Hose gemacht hatte, wurde mit ihr geschimpft, es wurde Druck aufgebaut. In letzter Zeit gipfelte diese Entwicklung darin, dass das Kind öfter mit stark gerötetem Genitalbereich nach Hause kam, was nach Aussage eines Fachmannes den Schluss zulassen kann, dass sie teilweise für längere Zeit in nasser Hose belassen wurde, nach unserer Vermutung als Strafe oder um Druck auszuüben.


Solch ein Verhalten muss von uns nicht hingenommen werden. Es liegen mehrere Studien vor, dass es eine Frage der Hirnreifung darstellt, ob ein Kind seine Abgänge kontrollieren kann oder nicht. Druck ist an dieser Stelle kontraproduktiv und schädlich, da hier eine nicht wünschenswerte Außenkontrolle über Dinge erschaffen wird, die in den Bereich der Eigenkontrolle gehören, um gesund zu funktionieren.


Dass dies schadet, zeigt sich bereits bei unserem Kind: Das Betreuungspersonal hat nach unserem Eindruck sein Verhalten so zugespitzt, dass das, was anfangs noch leidlich geklappt hat, nunmehr gar nicht mehr funktioniert. Die ansteigende Wut des Personals auf das „nicht funktionierende“ Kind war in den letzten Tagen beim Abholen für uns greifbar, uns wurden sogar mit Lautstärke – vor dem Kind – Vorwürfe hinsichtlich unserer Erziehung gemacht. Außerdem wirkt das Kind bedrückt und verunsichert und findet es nun jedes Mal schlimm, wenn sie in die Hose macht. Das schauen wir uns nicht weiter an. Allein aus diesem Grund ist eine fristlose Kündigung durch uns bereits zulässig und begründet. Wir behalten uns überdies weitere Ersatzansprüche vor.


Aber auch auf anderen Gebieten ist ein für unser Kind schädliches Verhalten des Personals erkennbar. Völlig diametral zu den Aussagen in Ihrem Prospekt gibt es kein erkennbares Eingehen auf das Kind, keine individuelle Beschäftigung mit der Person. Beispielsweise werden Dinge aufgezwängt, ohne die Entwicklungsphysiologie des Kindes zu berücksichtigen. Ein Beispiel dafür ist, dass nur eine Stifthaltung beim Malen zulässig ist.


Es gibt keine Infos an uns Eltern, keine Laufzettel, auf Nachfrage maximal allgemeine Floskeln. Dies widerspricht Ihren Ausführungen, die Aufgaben würden in enger Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten wahrgenommen.


Wir haben zweimal beim Abholen miterlebt, wie das Kind von einer Erzieherin nachgeäfft wurde. Wir mussten mitbekommen, wie sich über ihre Äußerungen lustig gemacht wurde, was das Kind sichtbar gekränkt hat. Wir haben gesehen, dass unser Kind voller Stolz ein Bild vorzeigt, und vom Personal – obwohl sonst nichts zu tun - ignoriert wird. Wir erleben fast täglich, dass die Mitarbeiter sich untereinander unterhalten und das Kind ratlos daneben steht und behandelt wird, als sei es unwichtig bzw. gar nicht da. Keine Spur von liebevoller Atmosphäre, in der sich ein Kind geborgen oder zumindest gut aufgehoben fühlen kann. Im Gegenteil wird mit Äußerungen gearbeitet, die das Kind verwirren und verunsichern, wie beispielsweise „du musst mal zum Ohrenarzt“. Wenn das Kind nicht sofort gehorcht, was in diesem Alter normal sein dürfte – und das ist alles andere als ein schwieriges Kind -, wird mit schlechtem Gewissen und Drohungen gearbeitet, wie „du darfst bald nicht mehr in den Kindergarten gehen“. Dieses Angebot an unser Kind nehmen wir nunmehr an.


Letzte Woche nun bekamen wir beim Abholen des Kindes auf die Frage, wo es sei, zur Antwort „keine Ahnung“. Vor dem Hintergrund, dass bereits seit geraumer Zeit die elektrische Türschließe zur Straße nicht funktioniert und jeder in dem Gebäude rein und raus kann, eine haarsträubende Äußerung. Nach unserem Eindruck ist nicht einmal die einfachste Sicherheit für unser Kind gegeben.


Wir erleben jeden Morgen, dass das Kind versucht, allen Mut zusammenzunehmen, um in Ihre Einrichtung zu gehen, da sie gern mit anderen Kindern spielt und nach ihrem Verständnis gern ein gutes Kindergartenkind sein möchte. Das offene, fröhliche, unbekümmerte Kind, das wir kannten, haben wir allerdings nicht mehr gesehen, seit sie in Ihre Hände gekommen ist. Die für uns offenbare Linie, Hauptsache, das Kind macht keine Arbeit und wir haben unsere Ruhe, ist nicht akzeptabel und kann auch Ihrem im Prospekt verkauften Anspruch nicht genügen. Für uns ist mithin jede Geschäftsgrundlage entfallen.


Wir werden in den nächsten Tagen die Sachen abholen. Sie können diese aber selbstverständlich auch zuschicken.


Mit freundlichen Grüßen

Sonntag, Dezember 20, 2009

Vorweihnachtsbaum

Während ich den Baum am liebsten bereits Ende November in der Wohnung stehen hätte, will die Liebste den bestenfalls ab 24.12. im Zimmer haben. Für das Einkaufen des Baumes einigen uns meist zähneknirschend auf den 3. Advent, ins Zimmer darf der Baum aber nach wie vor nicht. Ich finde das exorbiblöd, da ich einen Baum im Zimmer gemütlich finde und es riecht gut.

Mir bricht es das Herz, wenn Baumi in der Kälte auf dem Balkon darben muss, gefangen in einem Plastknetz. Deshalb mache ich es ihm so gemütlich wie möglich, stelle ihn in die windstille Ecke, wo am meisten Wohnungswärme verstrahlt wird und stelle ihm eine Schüssel mit Wasser unter. Die nun aber vorherrschenden Hundekälte pinkelt meiner Fürsorge ans Bein. Das Wasser ist gefroren, die Schüssel gesprungen. Das Helfersyndrom schlägt Purzelbäume, ich weiß nicht, was zu tun ist. Tauchsieder? Wie haltet Ihr das?

Freitag, Dezember 18, 2009

Hü wie Hott

Nein, ich habe keine Probleme damit, eine Jeans zu lieben.

Mir fiel gerade auf, dass man diese ganzen Used- und Bootcut-Teile inzwischen mit riesigen Rabatten hinterhergeschmissen bekommt, während die Straight-Legs und Long-Standards dieser Welt nunmehr seit einigen Wochen schwer nachgefragt sind. Liege ich nach langem Warten also wieder im Trend.

Donnerstag, Dezember 17, 2009

Aaalle Jahre wieder: 2009

Zugenommen oder abgenommen? Zugenommen.
Haare länger oder kürzer? Kürzer, leider.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Etwas verschwommen.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Mehr ging auch kaum.
Der hirnrissigste Plan?
Man muss arbeiten, um Geld zu verdienen.
Die gefährlichste Unternehmung?
Kindergartenwechsel.
Der beste Sex?
Ja, gibt´s noch.
Die teuerste Anschaffung?
Urlaub. Notar. Und Löschung der Auflassungsvormerkung.
Das leckerste Essen?
Kommt Weihnachten, hoffe ich.
Das beeindruckenste Buch?
Nur Schwachsinn gelesen 2009.
Der ergreifendste Film?
Irgendwas mit Halle Berry.
Die beste CD?
Kings of Leon.
Das schönste Konzert?
New Model Army. Wohl auch das Einzige.
Die meiste Zeit verbracht mit...?
Wie im letzten Jahr. Wir haben vorzeitig verlängert.
Die schönste Zeit verbracht mit...?
Sofa.
Vorherrschendes Gefühl 2009?
Durchschnittlichkeit.
2009 zum ersten Mal getan?
Mehr angepasst als ging.
2009 nach langer Zeit wieder getan?
An der Förde langgelaufen.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Arbeit, Arbeitgeber, Arbeitskollegen.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Graue Haare.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tüüüüt.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Hol mal Transporter I, II und III aus der Videothek.
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Du bist liebenswert.
2009 war mit 1 Wort...?
Unspannend.

Mittwoch, Dezember 16, 2009

Krieg und Medien

Nun muss ich dem Shootingstar aber mal beispringen: Die Wahrheit sei, um sie zu schützen, mit einem "Bataillon von Lügen" zu umstellen - hat Winston Churchill einmal gesagt. Das dürfte wohl heute gelten wie damals. Allerdings empfiehlt sich auch ein Blick ins Grundgesetz, um mal zu schauen, worauf sich dieser Staat hier eigentlich gründet. Und um zu ermessen, wie fragil seine Stabilität wohl ist.

KleinesF Prophezeiung

Der nächste Bundeskanzler wird ein Banker sein.

Sonntag, Dezember 13, 2009

Stöckchen! Vorweihnachtliches!

In der Vorweihnachtszeit werde ich oft gefragt, na, bist Du schon in Weihnachtsstimmung? Ich habe mir angewöhnt mit der Gegenfrage zu antworten, was das denn sein soll? Denn wenn Weihnachtsstimmung so eine Mischung von ausklingender Novemberdepression und stressbedingtem Genervtsein ist, ja, dann bin ich in Weihnachtsstimmung. Für alle die, die Leute kennen, denen es genauso geht, habe ich ein Stöckchen entwickelt und getestet:

Ich sende eine Sms an alle Einträge meines Handytelefonbuches: "Kurz innehalten, tief durchatmen, dann weitermachen!" Hier die Antworten:

1. So schlimm?
2. Ikeaküche ohne Aufbauanleitung ist doof.
3. Halt bloß die Klappe!
4. Besonderer Anlass?
5. Uns brennt gerade die Bude ab!
6. Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.
7. Der Nikolaus hat sich ein Bein gebrochen.
8. Wie funktioniert das eigentlich mit den Einlieferungsbelegen?
9. Gut dass Du Dich meldest, ich will meine Mietkaution rausklagen. Hast Du Zeit?
10. Außer Atem!!!
11. Scheiss Schwangerschaft!
12. Incoming missile!
13. Hier auf Pauli alles wie immer.
14. Tief durchatmen und dann kündigen!

Und bei Euch?

Freitag, Dezember 11, 2009

Ha ha ha und Pustekuchen

Kaum haben wir eine blonde Referendarin in der Abteilung, rüsten die anderen Frauen mit Röcken und Stiefeln auf. Und diese Seitenblicke! Dabei dachte ich schon, jetzt entspannt sich´s.

Donnerstag, Dezember 10, 2009

Keule, Schulter, Herz

Mir scheint, das große Weihnachtsfressen geht jedes Jahr früher los. Die Prospekte der Supermarktketten sind voll von Fleisch, acht Seiten Fleisch. Erdrückt von Fleisch. Rosarote Wucht. Die Discounter bringen alle ihre Gourmetlinien. Die drücken das Fleisch in den Markt. Und ich futter munter mit, Rinderfilet 2,99 €, da bin ich dabei. Ach ja, und noch eine Frage, warum ist Hirschsteak genauso teuer wie Hirschfilet?

Dienstag, Dezember 08, 2009

Audiwerbung missglückt

Habe nun Transporter 3 gesehen und plädiere für einen Film-TÜV: Wenn gelangweilte schauspielerische Nichtleistung mit löchriger Story zusammentreffen, tritt eine Prüfung in Kraft, die die Handlung auf logische Fehler überprüft. Wenn die Prüfung auf zehn oder mehr für den durchschnittsbegabten Zuschauer offensichtliche Fehler kommt, und mindestens drei davon so den Mittelpunkt der Handlung tangieren, dass der Film keinen Spaß mehr macht, dann muss der Film aus dem Verkehr gezogen werden.
Heute baumelte ein hautfarbener BH von der Decke der S-Bahn. Dennoch kein heiter-unbeschwertes Menschengesicht zu entdecken.

Montag, Dezember 07, 2009

Polo-Klasse

Beim Rumspielen mit Auto-Konfigurationstools, um zu einer Entscheidung beim Thema Autokauf zu kommen, habe ich mir die Meinung gebildet, dass die A-Klasse aussieht wie eine rollende Hüftprothese, der Alpha Mito außen Hui und innen Pfui sein dürfte und ein Skoda Kombi mit 80 PS nicht in Frage kommt. Welches Auto soll ich kaufen?

Freitag, Dezember 04, 2009

Kann´s nicht mehr hören: Ablage rund

Und nachdem das nun downgestrippt ist, frage ich mich, wer setzt das auf die Schiene, wer ist im Fahrersitz, sind wir im Lead?

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Everything is dying

Bin mir nicht mehr sicher, ob es richtig war, der Kleinen zu sagen, dass die Katze tot ist. Das Kind läuft jetzt rum und ruft "du bist tot". Oder sieht mich an und meint, ich sei bald tot, ich wäre ja schon alt. Diskutieren schwierig.

Dienstag, Dezember 01, 2009

Krach

Und natürlich war ich auf dem New Model Army Konzert am Freitag. Ü35-Party. Was soll´s, ich fand´s geil. Allen und allem zum Trotz.

Montag, November 30, 2009

Ausschluss für meine Bürgermeisterkarriere

Und wieder wurde ein Berliner Taxifahrer unfreundlich, als ich ihm nicht sagen konnte, welche Torgauer Straße. Und Abends kann man nirgends hingehen, ohne dass immer in irgeneiner Ecke jemand klugscheißt. Das ist nicht meine Stadt.

Sonntag, November 29, 2009

Freitag, November 27, 2009

Pointenbildung

Kind: Bitte gib mir Gummibärchen.
f: Wir haben doch gerade erst gegessen.
Kind: Bitte gib mir Gummibärchen.
f: Hm, eigentlich gibt´s das vorm Zubettgehen nicht mehr.
Kind: Ach, lieber ein Stück Apfel.
f: (erstaunt, verblüfft) WAAAS? WIRKLICH?
Kind: NEEEEEEEIIIIIIIIIIN! (Gelächter)

Donnerstag, November 26, 2009

Heute morgen um 9:00 Uhr in der S-Bahn war´s gerammelt voll. Ich bin also nicht der Einzige, der derzeit nicht gut früh aus dem Bett kommt.

Mittwoch, November 25, 2009

Das schöne am Kapitalismus ist ja auch, immer, wenn einer sich verarschen lassen will, ist gleich jemand da und hat ein passendes Konzept dafür.

Dienstag, November 24, 2009

Handballpause

Im Augenblick passiert mehr, als ich berichtsmäßig verarbeiten kann. Mein Vater wird 75, ich reiße mir ein Außenband und das nh-Hotel in Düsseldorf hat keine Schlüssel für die Schließfächer im Saunabereich mehr.

Sonntag, November 22, 2009

Der nackte Mann und seine Taschen

Gerade Auto ausgesucht. Gerade Ägypten gebucht. Gerade Sylt gebucht. Jetzt kann die Steuernachzahlung kommen.

Donnerstag, November 19, 2009

Mittwoch, November 18, 2009

Erster Toter?

Sehr deutlich wird die Verarsche ja auch daran, dass der Schweinegrippe-Impfstoff "Pandemrix" heißt, vermutlich benannt nach dem dafür zuständigen Gallier.

Dienstag, November 17, 2009

All on Enke

Freut mich ja auch sehr, wenn ich jetzt bei n-tv in den Schlagzeilen lese, der DFB will nun auch Homosexualität enttabuisieren. Jetzt schon?

Klein und bunt

Das Kind liebt ja kleine, bunte Milchprodukte mit vorwiegend aufdringlich künstlichem Geruch und Geschmack. Zum Glück gibt es mittlerweile ja eine ganz erkleckliche Auswahl, meist mit dem Anstrich "gesund durch zugesetzte Vitamine". Die sehr bekannten original Fruchtzwerge werben derzeit mit der Aufschrift "verbesserte Rezeptur". Bei genauerem Studium der Inhaltsangaben war dann festzustellen, dass insbesondere Fruchtzucker wieder durch Kristallzucker ersetzt wurde. Verbesserte Rezeptur dürfte nach meiner Meinung mithin vor allem für den Hersteller verbessert sein wegen der optimierten Produktionskosten. Da greife ich doch lieber auf das erheblich günstigere Aldi-Produkt zurück, da steht nach wie vor "ohne Zusatz von Kristallzucker" drauf.

Freitag, November 13, 2009

Erste Schritte an die Luft

Das ständige Meckern am Kind durch die Erzieher des Kindergartens hat sich gleichsam mit der Verunsicherung des Kindes so zugespitzt, dass wir nicht anders konnten, als den Vertrag mit der Kindertagesstätte außerordentlich zu kündigen. Ich schreibe gerade die Kündigung zusammen, und ich werde bei jedem Satz wütender. Natürlich wütend auf das Personal, dass sich lieber untereinander unterhält, statt den Kindern die nasse Hose zu wechseln. Das uns lieber kritisiert, als sich bemüht, auf das Kind einzugehen. Aber auch wütend über mich selbst, dass ich diesen Zustand so lange geduldet habe und nicht sofort nach einer Woche meinem Herzen gefolgt bin. Nun gilt es also, das Kind sanft in den neuen Kindergarten zu überführen.

Eine offene Erklärung oder Diskussion ist nach meinem Dafürhalten für die Kleine wenig verständlich und führt höchstens zu Schuldgefühlen oder Selbstzweifeln. Deshalb haben wir uns für die Storyline entschieden, dass wir einen ganz tollen neuen Kindergartenplatz haben und da schon immer hin wollten. Den alten Kindergarten wollten wir demnach nur für den Übergang. Außerdem gibt es neue Hausschuhe, neuen Rucksack, neue Brotdose, alles auf Neustart. Mal sehen, ob und wie es funktioniert. Mein Horror ist, dass sich das Kind mit Händen, Füßen und Geschrei gegen das Neue wehrt. So ähnlich, wie eine Frau, die, obwohl sie von ihrem Mann geschlagen wird, in ihrer Ehe bleibt. Das Kind ist am ersten Tag so offen und stolz in den Kindergarten gegangen, das wäre auch für den neuen Kindergarten schön - aber ich glaube, das offene, fröhliche, unbekümmerte Kind müssen wir erst wieder herauskitzeln und aufbauen.

Über die Qualitäten des neuen Kindergartens kann ich noch nichts sagen, der erste Eindruck vom Personal ist jedenfalls sehr gut. Die Schließzeiten sind ungünstiger, in den Schulferien zu, nur bis 15 Uhr auf, weitere Anfahrt, das kostet uns Tausende.

Aber das musste jetzt sein.

Donnerstag, November 12, 2009

Flash-Mob

Wir nehmen das Kind ab sofort aus dem Kindergarten. Geht gar nicht mehr. Jetzt ist fraglich, mit welcher Story, so dass sie nicht das Gefühl hat, irgendwie Schuld zu sein.

Mittwoch, November 11, 2009

Dienstag, November 10, 2009

Zu wenig Leser für mein Ego

Heute ist Wunschblogtag:

1. Der 75. Geburtstag meines Vaters

2. Wie es im Kindergarten weiterging

3. Ficken, Bumsen, Blasen

Welchen Artikel soll ich als nächstes schreiben?

Samstag, November 07, 2009

Donnerstag, November 05, 2009

Mittwoch, November 04, 2009

Feixen

Wenn man bei der Financial Times Deutschland einen Opel-Artikel aufmacht, ploppt Werbung für den neuen Mazda 6 hoch.

Dienstag, November 03, 2009

There´s a drug that can make you feel like the greatest of kings and queens.
There´s a drug that can make you feel like the happiest of slaves.

Montag, November 02, 2009

Kauft jetzt jemand Pampers wegen der Unicef-Spende von einer Impfdosis pro Packung oder kaufen alle die Aldi-Windeln und spenden die gesparte Differenz von ca. 60 Impfdosen?
Kann mal jemand Lipstick Jungle kommentieren?
November Rain - November Blues.
Job mit großer Vorstandsnähe angeboten bekommen. Weiß nicht, ob mein Herz das schon wieder mitmacht.

Donnerstag, Oktober 29, 2009

Schieb schieb schieb

Dem Kind beim Keksebacken zuzuhören, kann außerordentlich glücklich machen. On Top bekam ich eine Rap-Version von Backe-Backe-Kuchen zu hören. Kekseköstlich.

Mittwoch, Oktober 28, 2009

Nagetiere

Die Liebste glücklich machen, kein Problem. Einfach eine Flasche Robbie Williams öffnen und langsam über den CD-Spieler auslaufen lassen. Schon summt und brummt es im Wohnzimmer wie Knurrekatze. Sie war mal zum Konzert. Allein.

Freitag, Oktober 23, 2009

Bummelzug durch Virenhausen

Nach sieben Tagen Schweinegrippe Lust auf frische Trüffel-Tortellini. Leider sind die auch bereits sieben Tage abgelaufen. Kommt nicht mehr darauf an, also rein damit. Alles in allem glaube ich nicht mehr an die Gefährlichkeit dieser Krankheit. Medienhype. Und Ansteckung in der Familie <20%.

Mittwoch, Oktober 21, 2009

In Sydney trägt man Mundschutz

Nach ein paar Tagen Schweinegrippe vielleicht ein Erlebnisbericht: Echte Influenza verlief bisher bei mir immer schlimmer als diese Grippe, Fieber pendelt rasant zwischen 37,5 und 39,3. Kopflastiger Atemwegsbefall, beeindruckender Husten und etwas Bauchweh. Appetitlosigkeit, was nicht schadet. Lust auf Kakao. Mein Schwein pfeift. Ansteckungsgefahr scheint recht hoch zu sein, Inkubationszeit 1 bis 3 Tage, die nächsten 3 Tage mit abnehmender Wahrscheinlichkeit. Ansteckend ist man bis zu 7 Tage, Kinder bis zu 10 Tage. Ansteckung am Blog unwahrscheinlich.

Montag, Oktober 19, 2009

Hype

Schweinegrippe in da house.

Halb so wild. Für mich reicht Paracetamol.

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Dienstag, Oktober 13, 2009

Und nochmal dreimal Nein

Leider gerate ich mit der Kleinen im Augenblick ständig aneinander, weil sie abends vom Kindergarten erschöpft, kreischig und zudem auf einem neuen Höhepunkt der Trotzphase ist und ich ebenso erschöpft und genervt nach Hause komme und von Natur aus auch den Klotzköpfen zuzuordnen bin. Den Konflikt aufzulösen, dürfte Einiges an Gelassenheit und Humor erfordern. Das Beides ist aber letztlich im Temperatursturz verloren gegangen, und kann nur sehr mühsam da wieder herausgezogen werden. Helfen würde ein erneuter Temperaturschock, etwa durch einen längeren Urlaub auf Jamaika oder La Palma. Falls da nicht ein neuer Bruch auf uns zukommt.

Montag, Oktober 12, 2009

Auf hohem Niveau

Trüb wie ein Golf in Dunkelblaumetallic auf mit nassen Herbstblättern bestückter Straße. Würde mich gern wie Deißler ein wenig aus dem Verkehr ziehen, könnte sagen, ich war schon mit allem fertig, als ich zu den Bayern kam, aber leider fehlt mir zu Selbstfindung und Sabbatical der beruhigende fettgepolsterte finanzielle Background.

Samstag, Oktober 10, 2009

Die Firma goutiert eher so die dominanten Typen. Ahnung ist egal.

Donnerstag, Oktober 08, 2009

Arm yourself and run

Tage, die mir schwer zusetzen. Tage, an denen ich mich nicht ernst nehmen kann. Aber müsste.

Dienstag, Oktober 06, 2009

Angeberabwesendheitsmail

Fora do escritório - 不在時の - Из Управления - 走出辦公室 - Fuera de la oficina - Fuori sede

22 Euro

Willkommen in der Welt der Businesshotels, hier im Maritim in Hannover. Selbst zum Frühstück erscheint man mit Krawatte und hat die Wahl zwischen zehn verschiedenen Milchspeisen.

Aber der Cappuccino ist lausig. Die Maschine müsste mal gereinigt werden.

Montag, Oktober 05, 2009

Samstag, Oktober 03, 2009

Hoffentlich ist die Wiesn bald vorbei - ich will zum Tierpark nach Poing.

Mittwoch, September 30, 2009

Besser als Relax von Rewe?

An dieser Stelle hatte ich das Verschwinden des Werbespots für das Yes-Torty betrauert. Nun kommt zumindest das zugehörige süß-sahnig-fluffige Produkt wieder in die Regale - flüsterte mir ein Vögelchen, das noch glaubt, kostenloses virales Marketing wäre ein Teilpfad zu Erfolg. Ob der zugehörige Film auch reanimiert wird, und damit meine Tränendrüse zu unverhofftem Training kommt, ist nicht bekannt.

Sorry, dass ich so unstet bin, ich absolviere derzeit einen Dienstreisemarathon. Die derzeitige Rangfolge der besuchten Städte, sortiert nach bestem UMTS-Netzzugang: Hannover, Berlin, Quickborn, Parsberg, Coburg.

Montag, September 28, 2009

Nun doch mit Herz gewält

Ich fände es toll, wenn in den Pissoirs dieser Welt nicht eine Fliege aufgemalt wäre, um Reinigungskosten zu minimieren, sondern eine Kerze. Die Fliege verursacht bei mir aus Tierschutzgründen eine nervöse Blase. Bei Kerzen hingegen könnte schön dick draufstrullern.

Donnerstag, September 24, 2009

Wiesn diesmal ohne mich

Es blubbert, schaukelt, wabert, wogt, wiegt, eiert, schwappt, wabbelt, hüpft, springt und schüttelt sich mir entgegen.

Mittwoch, September 23, 2009

Oktoberfest Impressionen

Habe nach zwei Stunden entnervt aufgegeben. Es ist auf Dauer einfach unglaublich anstrengen, all den Möpsen auszuweichen. Hinterlässt den faden Beigeschmack der Massenware.

Traditionell

Ich mag diese neumodischen kurzen Dirndl nicht, sagte die Frau mit den dicken Knien.

Montag, September 21, 2009

Feinsinnig

Großartigster Kieler Tatort ever. Echter Kontrapunkt zu CSI Hudeldudel. "Zimmer untersuchen? Haben wir vergessen, kann ja mal vorkommen. " Und der Balder spielt einen Schauspieler, der einen Rockstar spielt.

Und endlich kriegen sie sich - mal sehen. Für mich könnte man auch einfach nur Borowski zeigen, ohne große Story. Wär mir schon genug Abendunterhaltung.

Sonntag, September 20, 2009

Dinner in the Dark

Hatte gestern abend lange geplantes Dinner in the Dark. Leute, da sieht man die Hand vor Augen nicht.

Wollte gern mehr berichten. Muss aber Enten ausschneiden. Dringend.

Freitag, September 18, 2009

Hier und jetzt: Sex

Immer wieder schön, wenn man sich auf die sanfte Art noch ein bisschen mehr desillusioniert. Den vorliegenden Anwendungsfall habe ich vor allem dazu genutzt, abzuschätzen, wie viel amerikanische Filme zu meinem verkackten Menschenbild beigetragen haben. Optional liest sich auch der verlinkte Bericht über einen Besuch im Swingerclub sehr flüssig. Da muss ich mithin auch nicht hin, um gelassen alt werden zu können. Falls dazu noch Fragen bleiben, könnte man Überflieger Tom Cruise anrufen, oder es halt bleiben lassen.
Wieder einen neuen Job an der Angel. Perspektiven brennen helle Punkte ins Gewölk.

Donnerstag, September 17, 2009

Dienstag, September 15, 2009

Qwahl

Ich fühle mich eigentlich bei keiner Partei so richtig aufgehoben. Die haben alle ein paar gute Vorsätze und ein paar unangenehme, ein paar Leute, die ich für vertretbar halte und ein paar Pfeiffen. Deshalb weiß ich auch nicht, ob dem Land nun unbedingt eine Richtung gegeben werden muss - denn alle Richtungen haben mehr oder weniger dicke Pferdefüße. Der Wahlomat meint, ich solle mich zwischen Grünen und FDP entscheiden. Was für eine Wahl! Vielleicht dann doch lieber Piratenpartei.

Schnickschnack, das kann so schwer nicht sein.

Montag, September 14, 2009

Robbie Comeback

Also doch. Wer hat ihn vermisst?
München niest sich durch die S-Bahn (sonst eher: snieft).

Der Herbst haut rein.

Das Duell war - bis auf einige bisher nicht gesehene, gespielte Gesichtsausdrücke - wie erwartet langweilig, daher nach acht Minuten Simpsons - auch nur mäßig lustig.

Donnerstag, September 10, 2009

Dienstag, September 08, 2009

Gekämmt auf die Straße

f: Nee, du musst hier deine Hausschuhe anziehen.
K: Warum Hausschuhe?
f: Na, draussen trägt man Straßenschuhe und drinnen Hausschuhe.
K: Ich geh gar nicht allein auf die Straße mit Schuhen.
f: Nein, richtig, aber ich meine die Straßenschuhe sind etwas schmutzig, und damit es hier drinnen nicht schmutzig wird, ziehst du die Hausschuhe an.
K: Aber erstmal die Schuhe ausziehen.
f: Genau.
K: Aber das sind Sandalen.
f: Sandalen sind doch auch Schuhe.
K: Ich habe aber keine Haussandalen.
f: Genau. Meinetwegen kannst Du auch Stoppersocken anziehen.
K: Habe ich auch Straßensocken?
f: Nein, ach, weißt du, bleib einfach barfuß.
K: Ich habe ein Haar im Mund.
f: Soll ich Dir helfen?
K: Ja, mag das nicht.
f: Ein blondes Haar.
K: Schmeckt nach Straße.
f: Dabei ist das aus Eiweiß.
K: Und deine Haare sind aus Eischwarz (lacht).
f: (lacht)
K: Und Mamas Haare sind aus Eigrau.
f: (hält sich den Bauch)

Freitag, September 04, 2009

Kein Fahren auf dem Gehweg, sonst auf ewig Bauchweh

Wenn in München drei Streifenwagen mit Blaulicht und Sirenengeheul über die Straßen brettern, dann denkt man unwillkürlich, na, da hat wohl jemand falsch geparkt. Diese etwas hochgehaltene Ordnungsliebe in der Stadt hat natürlich auch sein Gutes: Man kann seine Familie sorgenfrei fast überall auch abends noch herumspazieren lassen. Zucht und Ordnung in Münchner Kindergärten allerdings, wie ich bzw. Kind es jetzt erlebt haben, treiben mir die Zornesröte ins Gesicht. Da macht die Erzieherin am ersten Kindergartentag vor dem Kind einen Aufstand, weil das Kind noch nicht gänzlich trocken ist. Vorsintflutlich: Denn gerade bei diesem Thema ist Druck völlig fehl am Platz, da es um das Erlernen von Selbstkontrolle geht. Wenn Selbstkontrolle daraus resultierend auf Außendruck reagiert, ist das spätestens später Scheisse. Dann erklärt die Erzieherin das Kind kurzerhand zum Problemkind, weil seine Mutter nicht am ersten Tag im Kindergarten gleich gehen will. Eingewöhnung habe ich mir anders vorgestellt. Da wird das Kind, das vom Arm der Mutter gerissen wurde und völlig verstört wurde am Mittagstisch schreien gelassen, und als es vor Wut nicht aufhört zu schreien, wird das Essen auch noch weggenommen, da hast Du´s jetzt. Vorsintflutlich, da Bestrafung von Gefühlen. Solche Arschlöcher. Da lässt man das Kind vollgepisst rumlaufen, damit es lernt, sich umzuziehen und rechtzeitig auf Toilette zu gehen. Wenn das Kind auf dem Spielplatz ruft, es braucht Hilfe, fühlen sich die Erzieher in ihrem Privatgespräch gestört und meckern. Kontaktaufnahme Fehlanzeige.

Das ist mein Kind nicht gewöhnt. Das Kind muss da raus. Die machen mein Kind kaputt. Die sehen überhaupt nicht, was für ein tolles Kind das ist. Hauptsache, die Abläufe werden nicht gestört. Ich erwäge ernsthaft, den Kindergarten zu kündigen. Ich weiß nur keine Alternative.

Donnerstag, September 03, 2009

Mittwoch, September 02, 2009

1923

Die Familie (familia domestica communis: die gemeine Hausfamilie) kommt in Mitteleuropa wild vor und verharrt gewöhnlich in diesem Zustand.

(Tucholsky)

Dienstag, September 01, 2009

Die Inselbahn auf Sylt wurde 1970 abgebaut. Kurz darauf kam ich auf die Welt. Ein schwerer Fehler.

Montag, August 31, 2009

Schweinegrippe fällt mir leicht

Mein Arbeitgeber hat jetzt reagiert und auf Toilette ein Schild aufgehängt, "Händewaschen nicht vergessen." Ferner wurde ein Merkzettel verteilt, auf dem u. a. zu lesen war, man solle auf Umarmungen und Küssen verzichten.

Freitag, August 28, 2009

R´n´R

Warum sind Röcke so geil?

a. Es gibt sie in verschiedenen modischen Farben und Formen.

b. Sie umschmeicheln die weibliche Form und Bewegung.

c. Bei Gelegenheit lassen Röcke spannende Einblicke aufblitzen.

d. Man braucht einen Rock nur kurz anheben, und schon kann´s losgehen.

Warum nicht Grün?

Um mich herum überall aufgeblasene Super-Karrieretussis. Und wieder dieses Gefühl, alt zu werden. Ist mein heutiges Weißwurstfrühstück ein zu konservatives Signal?

Donnerstag, August 27, 2009

Donnerstag, August 20, 2009

Sylt ist das pure Bürgertum. Aber/und entspannt. Ich bleibe noch.

Dienstag, August 11, 2009

Steine meißeln

Wenn mich einer fragt, welches Thema mein Blog hat, dann sage ich

DIE UNIVERSALITÄT DER GEFÜHLE
Der beste Satz in "Rosenkrieg"? "Ich habe mehr Quadratmeter."

Montag, August 10, 2009

Mennomanno

Seit dem Kind schreckt mich nichts mehr. Jedenfalls keine Filme. Bis gestern: Gothika.

Samstag, August 08, 2009

Blaue Schlange

Etwa acht Jahre alt war ich, als in unserem Schwimmbad die erste Wasserrutsche eröffnet wurde. Ich war sehr gut und schnell im Rutschen und stellte während eines Durchgangs auch fest, was ich nun mein Leben lang tun wollte: Wasserrutschen.

Vorhin war ich mit dem Kind im Schwimmbad und bin mit der Kleinen zusammen auch die Wasserrutsche runtergesaust. Als wir unten ankamen, sah ich ihr Gesicht: Sie hat den gleichen Beschluss gefasst wie ich damals. Mit drei.

Donnerstag, August 06, 2009

Privat Practice ist eher ein Ableger von Germanys next Topmodel als eine Kliniksendung?

Mittwoch, August 05, 2009

Kein langer Artikel heute

Wollte ich den Blogstil hier auf die Spitze treiben, hätte ich heute lediglich gesagt, ohne Gurken wäre die Welt nicht ärmer. Zum einen ist das aber schon gesagt worden, zum anderen treibt mich anderes um. Habe gerade das Gefühl dabei zu sein, das 30-Werden zu verkraften. Mit 39. Bleibt mithin nur noch wenig Zeit, sich auf die 40 vorzubereiten. Ist ein wenig wie Atlantikwellen: Kaum hat man die eine mal gerade so überlebt, ist schon die nächstgrößere dahinter am anrollen. Ich bin ein träges Tier und brauche eine Arschsonde. Wegen Zugang.

Läuft.

Dienstag, August 04, 2009

Montag, August 03, 2009

Entschlummerte Szene

Mache heute eine Lesung für mich selbst. Besucherrekord.

Herz und Verstand?

Denken Sie beim Sex an Meg Ryan? Sehen Sie, ich auch nicht. Aber vielleicht ändert sich das ja heute Abend, ab 22:15 Uhr, ZDF.

Mittwoch, Juli 29, 2009

Wenn man nicht aufpasst, klauen sie einem den Arsch von der Fensterbank.

Dienstag, Juli 28, 2009

Munde II

Letztens, als ich mit dem Kind nach Westerland flog, und die ersten Gehversuche in Vater-Tochtergesprächen stattfanden, reihte sich eine Erkenntnis an die andere. Der Gipfel hörte sich dann so an:

Schau mal, Papa, warum sind die Wolken runtergefallen?

Donnerstag, Juli 23, 2009

Midlife

Ja, verdammtnochmal, das Blog hätte ja auch Kult werden können...

Große Unternehmen

Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.

Mittwoch, Juli 22, 2009

Gretchenfrage

1% Atheist, 99% Agnostiker.
Der Optiker um die Ecke bietet jetzt eine Abschwitzprämie an. Das hört sich aber gar nicht ähnlich an wie Abwrackprämie, eher wie...

Dienstag, Juli 21, 2009

Die alte Leier

Beziehungen sind kompliziert. Deshalb hatte ich meine Systematik zur Einschätzung dieser Komplizen schon früh reduziert: Auf Freunde, Bekannte und sonstige. Inzwischen musste dieser einfache Kreis zu einem sternenförmigen Gebilde ausgebaut werden. In den Ecken meines Beziehungssterns finden sich nun auch Arbeitskollegen und Nachbarn. Bei einer Gruppe bin ich mir aber nicht so sicher, wo ich sie hinschreiben soll: Familie.

Freitag, Juli 17, 2009

Sling Slang

Manchmal läuft man ja draußen rum, in seinem Santa-Claus-hates-you-T-Shirt, und guckt in die Gegend. Da sieht man dann was, und denkt sich, au ja, vögeln. Nur wohin? Dann denkt man an die Besenkammer, und schon ist´s vorbei mit jeder Lust. Alles prima.

Mittwoch, Juli 15, 2009

Wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Fußnägelfarben gibt.

Dienstag, Juli 14, 2009

I will walk 500 miles

Schon vor einigen Jahren stellte ich fest, dass ich mich Diskussionen über Musik zutiefst ermüden. Aus diesem Grund werfe ich für Fälle dieser Art einfach einen Totmacher in die Runde, so z. B. "Seit Led Zeppelin ist doch keine gute Musik mehr produziert worden" oder "Das ist doch alles Kommerz" sowie "Ich höre eh nur Red Hot Chili Peppers und New Model Army". Doch in jüngster Zeit komme ich damit nicht mehr so gut durch, mag auch mit Michael Jackson zu tun haben oder mit meinen ergrauenden Schläfen. Daher habe ich mich ein wenig gekümmert und einige tausend CDs abgehört. Meine ersten Empfehlungen aus diesem Marathon lauten:

1. Kings of Leon: Only by the night
2. The dead wether: Horehound
3. Decemberists: The hazards of love

Freitag, Juli 10, 2009

nine to five

Früher, als ich noch richtig gebloggt und mir für ein paar Hundert Leser Gedanken gemacht habe, hatte ich noch die Kraft für alles Mögliche. Heute beschränke ich mich darauf, jeden Tag zu versuchen, in der S-Bahn ein vertrautes Gesicht zu entdecken.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Oder doch nicht?

Schön ist es doch, wenn das Fühlen vom Lesen bestätigt wird, so auch hier:

So langsam nervt mich der Regen.

Dienstag, Juli 07, 2009

Munde

Eigentlich möchte ich an dieser Stelle ja nicht allzuviel über unser Kind verraten. Dennoch: Gestern hat das Kind selbständig unter den Wohnzimmertisch gekackt, mich dann an der Hand zum Ort des Geschehens geführt und wie folgt ausgeführt:

Papa, das ist meine Kunst.


Neverland ist größer als Rügen.

Montag, Juli 06, 2009

Früher drei Muscheln fünfzig

Der sonntägliche Schwimmbadbesuch hat für mich wenig Erkenntnisgewinn zu verzeichnen. Abgesehen davon, dass ich nicht wusste, dass vier Bahnen schwimmen und 90 Minuten Babybecken mit mehr Urin als Wasser im Becken in München € 10,50 pro Person kosten. Allgemein lässt sich u. U. berichten, dass es deutliche dickere Menschen gibt als mich und nur wenig hübschere.

Nicht verstanden habe ich, was im Saunabereich immer mehr Männer dazu bringt, mit Stolz ihren halberigierten Schwanz in die Gegend zu halten, das deutlich zu kleine (Geschirr-?) Handtuch lässig um den Hals gelegt. Je älter und bauchiger, desto stolzer. Wieder einmal unerwünschtes Augenfutter - kann mir das jemand erklären, und was sagt die weibliche Welt zu diesen Entrückungen?

Mittwoch, Juli 01, 2009

Innere Landschaft, 2+

Manchmal muss ich in den Straßen unterwegs sein, und da laufen Frauen herum. Dann sehe ich eine Hand und denke, wow, die würde ein hübsches Bild abgeben, sich gut machen, um meinen Schwanz herum.

Oder ich sehe einen Mund.

Ich verstehe nicht, warum manche Männer versuchen, berockten Fahrradfahrerinnen zwischen die Beine zu gucken. Was wollen die da sehen? Eine Mumu?

Mal ehrlich: Wer will schon eine Granate im Bett?

Montag, Juni 29, 2009

Montagsmaler meiner inneren Landschaft

Habe mich heute gefreut. Über ein kleines, übriggebliebenes Wahlkampfplakat. Welche Partei, ist mir leider entfallen. Es hing da an der Kreuzung, schon etwas windschief, und sendete unverdrossen seine Botschaft hinaus in die Welt:

Kriminalität verbieten!

Mir wird warm ums Herz.

Wochenende vor den Boxen

Die "Kings of Leon", die letzte CD meine ich, die ist wirklich gelungen. Soll niemand sagen, ich würde mich musikalisch nicht weiterentwickeln.

Mittwoch, Juni 24, 2009

Boden

Bin auf Seminar. Menschenbilder, Konfliktmanagement, Führung. So´nen Zeug.

Resumee: Kein Wunder!

Montag, Juni 22, 2009

Bin heute wegen beruflicher Niederlage erstmal außer Gefecht.

Mittwoch, Juni 17, 2009

High Seduce Peeptoe Pumps

Mir ist immer noch nicht klar, ob hochhackige Schuhe eine Weiterentwicklung des aufrechten Ganges sind oder einfach nur unpraktisch. Fest steht aber: Mit Sonne im Gesicht sehen die meisten Menschen einfach besser aus.

Dienstag, Juni 16, 2009

Wenn der Morgenkaffee nicht wirkt

Schon wieder völlig alle. Dabei ist der letzte Urlaub gerade mal drei Monate her. Und der nächste schon in zwei Monaten.

Montag, Juni 15, 2009

Einziehen, Abbräunen, Atmen

Verdammt nochmal! Wer hat denn alle meine Jeans so heiß gewaschen, dass ich in keine davon mehr annähernd hineinkomme?

Oder kommt dieser Koffer vor dem Bauch jetzt etwa von der täglichen Grillparty auf dem Balkon?

Sonntag, Juni 14, 2009

Füße im Sand

Immer dran denken: Das Leben ist mitunter das Beste, was das Leben zu bieten hat.

Dienstag, Juni 09, 2009

Rosa! Spaß!

Coming out damit:

Lange habe ich überlegt, und mit vielen Leuten darüber gesprochen, ob die Kleine zum Geburtstag lieber ein blau-rotes oder das pinke Dreirad haben soll. Ja, Herrschaften, das ist nicht trivial.

Unterschätzt das nicht!

Niemals!

Niemanden!

Von der Prägung durch Farben und der Geschlechterspezifikation bzw. Prinzessinnenfrage bis zur Frage des Wiederverkaufswertes oder des Kaufspaßes sind einige Fakten zu beachten. Lange pendelte der Geldbeutel hin und her. Vielleicht war sie ja auch schon zu groß für ein Dreirad, und Treten-Lenken-Koordination ist babyeierleicht.

Am Ende kanalisierte sich der Entscheidungsprozess allerdings auf eine einfache Frage: Über welches Dreirad würde sie sich am meisten freuen?

Montag, Juni 08, 2009

Sonntag, Juni 07, 2009

Donnerstag, Juni 04, 2009

Mittwoch, Juni 03, 2009

Ikonen seinerzeit

Bin ich eigentlich der einzige Mann hier, der mit Marilyn Monroe absolut nichts anfangen kann?

Dienstag, Juni 02, 2009

Montag, Juni 01, 2009

Und ab diesem Tag trug er in das Kästchen, das für den Käse des Monats vorgesehen war, jedesmal mit Stolz und Inbrunst "Gruyère" ein...

Donnerstag, Mai 28, 2009

Mehr Ostern!

Es fällt mir immer noch schwer, mich an die eigene Mittelmäßigkeit zu gewöhnen. Wurde man als Kind noch hochgejuchzt und gejubelt, sollte ich noch Bundeskanzler werden, kriegte ich später immer zu spüren, dass ich nicht gut genug war, so stelle ich jetzt an allen Ecken und Enden fest, dass ich nur Durchschnitt bin. Schlimmer noch, mir fallen immer mehr Macken und Ticks auf, die anderen so richtig auf die Nerven gehen müssen. Tut mir echt leid, aber ich kann das nicht alles auf einmal ändern. Ich schaffe es ja nicht einmal, mich darauf einzustellen, dass bei meiner neuen Fernbedienung für den Fernseher ein Seitenwechsel der Tasten für Lautstärke und Programm stattgefunden hat. Und ich schaffe es ja nicht einmal, in eine Steckdose zu fassen, wenn ich eine passende sehe.

Mittwoch, Mai 27, 2009

Dienstag, Mai 26, 2009

Achtung, Strategiewechsel: Versuche es jetzt wieder mit Lotto.

Freitag, Mai 22, 2009

Kaffee an der See (Schwentinemündung etc.)

Bin in Kiel, stehe vorm Hinterhof. Wo zum Geier ist der Hinterhof?

Nachtrag am Montag: Ich verstehe, keine bodenständige Rockmusik, es ist Partymeile gewünscht.

Mittwoch, Mai 20, 2009

Leksvik

Wenn mich einst jemand früge, KleinesF, was war eigentlich die aufregendste Unternehmung in deinem Leben, dann antwortete ich flugs, ich weiß, was es war, es war das Aufbauen eines Ikea-Schrankes zusammen mit meiner bald dreijährigen Tochter. Als ich das überstanden hatte, wusste ich, mein Herz, es wird das alles aushalten.

Montag, Mai 18, 2009

Kiss & Bang: ARD

Eigentlich hatte ich nicht wirklich gehofft, wir sorgen für eine Schandale auf dem Eurovision Song Boredom. Schade eigentlich.

Sonntag, Mai 17, 2009

Warum die beliebtesten Muster auf Sommerkleidern ausgerechnet Blumen sind, wird mir auf immer ein Rätsel bleiben.

Samstag, Mai 16, 2009

Der Tag fängt gut an

Und dann hat der Regen uns da was drangemacht: Tropfen. Und dann habe ich ein bisschen Müsli gegessen und dann habe ich ein bisschen Croissant gegessen und dann haben die zusammen gekuschelt in meim Bauch.

Donnerstag, Mai 14, 2009

Mittwoch, Mai 13, 2009

Dienstag, Mai 12, 2009

Montag, Mai 11, 2009

Meine Bräune ist Marokko

Erzählt man in der Firma eine Urlaubsgeschichte, und war man leider nicht in Saigon, Langhälse massakrieren oder in Burma, Extremclimbingrafting, sondern erzählt man allen ernstes, man war nur in Marokko auf einer All-inclusive-Anlage und hat sich kaum vom Swimmingpool wegbewegt, dann hat man verschissen. Wie, ihr seid nicht aus der Anlage herausgekommen? Doch, drei Schritte bis zum Strand. Och. Quält man sich nicht durch irgendwelche Orte und Museen, verbringt man nicht wenigstens fünf Stunden am Tag in einem überfüllten, überhitzten Stinkebus ohne Straßenzulassung, hat man nicht wenigstens einen klitzekleinen Haibiss an der Wade, gilt man als Langweiler und ist für immer Mr. Uninteressant.

Leute, ich fahre doch nicht mit Kind in das größte Cannabisanbaugebiet der Welt, um mir Maschinengewehrläufe von Nahem anzusehen oder lasse mich nahe der Wüste entführen, nur damit ihr meine Muskeln unter dem Hemd seht! Ebensowenig lasse ich mich in Scharmützel mit Algerien verwickeln, damit ich was zu erzählen habe. Da rede ich doch lieber mit meinem Kühlschrank.

Gleich erstmal Sylt gebucht.

Samstag, Mai 09, 2009

Samstag früh, alles schläft.

Wenn die Welt nicht dazu da ist, seine Ruhe zu genießen, wozu mag sie dann gut sein? Eben.

Donnerstag, Mai 07, 2009

Trommelfellprellbock gesucht

Wieder eine Nacht mit drei Stunden Aufenthalt am Kinderbett und keiner Stunde mit tiefem Schlaf. Werde mir die Augen mit Tesa aufhalten müssen. Der Kinderarzt sagt Mittelohrentzündung. Tut mir so leid. Bei aller Liebe.

Mittwoch, Mai 06, 2009

Hirnschlag

Seit wann ungefähr ist es eigentlich eine Top-Nachricht, wenn Aldi die Preise für Milchprodukte senkt?

Dienstag, Mai 05, 2009

Schockstarre

Wenn einem das ganze Projekt umgeschmissen wird, das man für sinnvoll, tragfähig und nachhaltig sowie optimal gewinnbringend hielt, weil ein Vorstand sagt, nein, lieber kurzfristig EBIT generieren, dann ist der Tag schon vorbei, bevor er richtig angefangen hat.

Montag, Mai 04, 2009

Zu viel amerikanische Filme?

Nun wurde mir schon zum dritten Mal dieses Jahr gesagt, wieso, du hast doch alles erreicht, verheiratet, Kind, Wohnung, Margeritenbäumchen auf dem Balkon. Was bitte soll daran so schwer sein? Es geht doch jetzt erst los!

Sonntag, Mai 03, 2009

Donnerstag, April 30, 2009

No Topmodel for me!

  • Aber heute nun endlich raus: Sarina!
  • Bin ein Fan von Jessica, auch wenn sie im Augenblick wenig Chancen hat, schon wegen des Namens, der nach Ostufer klingt.
  • Ich will nicht, dass Marie gewinnt. Die Masche will mir nicht gefallen.
  • Dann lieber Sara, die ist richtig hübsch.
  • Maria wird´s wohl nicht, zu individuell.
  • Ob Mandy schon irgendwo versteigert wird?
  • Der Donnerstagabend hat im übrigen heute eine Alternative auf RTL II.

Mittwoch, April 29, 2009

Eine durchgeschlafene Nacht würde mich derzeit mehr interessieren als alles Geld der Welt.

Dienstag, April 28, 2009

Dienstag, und das Wetter wird schlechter

Habe noch Montagsunlust, Arbeitsplatzangstschockstarre und Wochenendschwiegerelternblei in den Knochen. Heute geht gar nichts.

Montag, April 27, 2009

Wenn ich mich so umschaue, dann gibt´s die Schweinegrippe schon lang.

Freitag, April 24, 2009

Zimmer mit Aussichten

Ich quatsche immer viel - so glücklich wie ein junges Rind im Frühjahr in einem Betrieb, der kein Kalbfleisch herstellt - von meinem Balkon. Das kommt einfach daher, dass ich letzten Sommer noch in dieser feucht muffenden, dunklen, balkonfreien, drittstöckig-ohne-Lift-igen, nordausgerichteten, überteuerten Wohnung gehaust habe, in die es kein Spaß gemacht hat, zurückzukehren. Dadurch zählt der Balkon der neuen Wohnung jetzt einfach doppelt. Sonne bis sieben.

Aber für diejenigen, die berechtigterweise und wegen Tiefgangbeschwerden gar nicht so viel wissen wollen, die Quintessenz des Ganzen lautet einfach: Beck´s Gold dürfte nichts weiter sein als kastriertesunterhopftes Beck´s.

Apropos Beck´s: Wann bringt Ihr das St. Pauli Girl in seiner Heimat groß raus?

Donnerstag, April 23, 2009

Germany´s next Topmodel

Heute Abend wieder diese Sendung mit den offenen Mündern und den vielen Haaren. Vielleicht liegt das auch an dem neuen Fernseher. Alles voller Haare, Haare, Haare.

Ich sag mal, heute fliegt die Kleine 16jährige mit den komischen Zähnen raus. Auch wenn der Sender damit den Verlust einer bestimmten Zuschauergruppe riskiert.

Mittwoch, April 22, 2009

Kasten Rotes

Juhu, Aldi hat wieder Wein in 3-Liter-Kartons. Damit bekomme ich endlich die Kosten in den Griff.

Dienstag, April 21, 2009

Lecker Leder

Stiefel sind ja zum Hingucken da. Vielleicht sollte man nicht unbedingt draufstarren und daran kleben bleiben wie ein Augenkaugummi, aber ein kurzer Blick ist Pflicht, denn schließlich sind solche Stiefel dafür gemacht, hinzugucken. Man fühlt sich wie ein Adler, der durch die Luft schneidet, guckt man nur einmal kurz. Guckt man zu lange, ist man nur noch eine ausgerupfte Adlerfeder, die durch die Luft haltlos zu Boden wirbelt. Würde man gar nicht gucken, wäre das zwar wohl nicht beleidigend, aber ein wenig unhöflich wäre es gegebenenfalls schon.

Sonntag, April 19, 2009

Duplo Zirkus reloaded

Mache mir große Sorgen. Ist doch seit heute zweifelsfrei bewiesen, dass meine Tochter Drogen nimmt.

Freitag, April 17, 2009

Hier nur Restmüll

Das Leben ist unglaublich langweilig. Ich bin schon genervt, wenn ich beim Müllraustragen jeden Tag diesen Aufkleber auf der Mülltonne lesen muss: Guten Tag, ich bin eine Mülltonne der Stadt München. Bitte werfen Sie hier nur Restmüll ein. Bei Fragen wenden Sie sich...

Die einzige Abwechslung aus der Tristesse scheint für manche Leute darin zu bestehen, hin und wieder ein bisschen Macht auf andere Menschen auszuüben. Dazu das ganze Streben.

Da unterhalte ich mich doch lieber mit meiner Mülltonne.

Mittwoch, April 15, 2009

Bavaria Blue

Großartig, so ein Balkon. Ein guter Grund, frühzeitig nach Hause zu kommen. Das wird ein schöner Sommer. Und Ostern war auch toll. Essen mit Freunden* und Kindern, Picknick mit Freunden und Kindern, Park und Spielplatz mit Freunden und Kindern, Fahrradtour und Biergarten mit Freunden und Kindern. Angrillen ist erledigt.

Endlich angekommen in Bayern.

(*Freunde, zugezogen aus Schleswig-Holstein, versteht sich.)

Freitag, April 10, 2009

Art. 3 GG

Für Kinder gibt es € 100,-, für Autos € 2.500,-.

Es liegt auf der Hand, warum Deutschland nicht glücklich wird.

Dienstag, April 07, 2009

Mag nicht. Mag nicht. Mag nicht.

Auf einmal überall kurze Röcke. Das schafft mich.

Macht aber nichts. Mein Balkon ist nun bewohnbar. Und der Blick ist nicht schlecht. Sonne bis Sieben.

Leider müssen wir aber wegziehen. Mein Kind mag das Wasser nicht, das unter dem Balkon fließt.

Montag, April 06, 2009

Besuch im HardRockCafe oder: Geiles Hack!

Nur weil ein Burger jetzt, sagen wir mal, 17,85 € kostet, ess ich den ja nun nicht plötzlich mit Messer und Gabel.

Samstag, April 04, 2009

Donnerstag, April 02, 2009

Noch etwas maulfaul, da Emailexplosion und dauernd auf Reise. Berlin gestern hat mich müde gemacht. Berlin feiert Berlin. Peter Fox nervt.

Sonntag, März 29, 2009

Marokko war ganz nett. Allerdings werde ich beim nächsten Mal sechs Sterne buchen müssen, wenn ich möchte, dass ein Filet ein Filet ist und ein frisch gepresster Saft auch ein frischgepresster Saft.

Samstag, März 28, 2009

Donnerstag, März 12, 2009

bekömmlich abkömmlich

Angesichts sich in einem Aufwärtstrend stabilisierender Besucherzahlen hier fällt es mir besonders schwer, für die nächsten zwei Wochen Funkstille anzukündigen. Ich suche mir eine Tante in Marokko und bringe das Licht in die Dörfer.
Merkel verspricht schnellstmögliche Rückkehr zum alten Kurs (der, der uns in die Krise geführt hat). Finde ich natürlich super.

Dienstag, März 10, 2009

Sonntag, März 08, 2009

Ab 30 ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich

Wenn Gesichtsfalten nur Knicke in der Haut sind, die durch dauerhafte Gesichtsmuskelverspannung zustande kommen, dann wäre die Welt doch viel besser, wenn wir alle regelmäßig zur Gesichtsmuskelentspannung gehen würden. Ich persönlich arbeite gerade an einem autogenen Gesichtstraining gegen die Furchen, die mercedessternartig von der Nase in alle Himmelsrichtungen streben. Auch wenn die zu höherer Emphatie führen sollen.

Die Welt wäre allein deshalb schon besser, weil ich nicht mehr öde Hautpflege- und Faltencremereklame sehen müsste. Wir müssen die Wirtschaftskrise jetzt wirklich mal nutzen, um uns von Überflüssigem zu trennen.

Auch gern vom Jugendwahn.

Freitag, März 06, 2009

Hans Peter Gogik?

Meine Tochter isst keine kaputten Kekse. Da hilft auch zusammenschrauben nicht. Ich sehe schon die GMZ (Größte Münchner Zicke) der Zukunft vor meinem inneren Auge.

Donnerstag, März 05, 2009

Lackierte Kampfhunde

Was kostet die Abwrackprämie den Staat denn? Doch im Saldo nicht mehr als die mehr vereinnahmte Mehrwertsteuer, oder?

Mittwoch, März 04, 2009

Personal Trainer

Besteht die Möglichkeit, sich einen Gang anzugewöhnen, der dazu führt, dass sich die Hosenbeinsaumkanten nicht so schnell abnutzen, der einen oder andere aber nicht auffällig nervt und weiter irgendwo zwischen John Wayne und Topjurist eines mittelständischen Energieversorgers liegt?

Montag, März 02, 2009

RWE ist halt auch nur ein großes Stadtwerk

Wenn der Strom ausfällt, dann immer zweimal. Beim ersten Mal wird nur notdürftig und schnell geflickt. Bis die Chose dann durchknallt, hat man das richtige Ersatzteil vor Ort.

Donnerstag, Februar 26, 2009

Jeck und so: Nicht gewünscht

Fasching in München war für mich wie eine große Wurstbude, an der ich vorbeigelaufen bin. Mir Norddeutschem fällt es seit je schwer, einem anderen Karneval als dem in Rio zu verfallen. Die Ü-60-Sambaschule in München oder die traurigen Marktweiber hauen mich nicht vom Hocker. Man hat zwar versucht, durch einige Wagen aus dem Rheinland auch hierzulande die Faschingsindustrie auf Touren zu bringen, aber die Minustemperaturen und ein Lumumba gewannen am Ende den Kampf um die Aufmerksamkeit. Ein paar traurige Clowns mit Parka und Schminke auf den Wangen sahen das ähnlich.

Auch durch das Kind konnte in familia kein Wandel eingeleitet werden. Die Kleine fühlte sich in ihrem Tigerkostüm keine drei Minuten wohl, dann musste es wieder ausgezogen werden. Auch ihr Lieblingskinderpfleger in der Krippe, der lediglich ein buntes T-Shirt trug, wurde ignoriert. Stattdessen stellte sie sich mitten in der lautesten Karnevalsfeier demonstrativ in die Spielküche und forderte ein paar andere - unverkleidete - Kinder auf, mit ihr zu spielen.

Vaterstolz brach sich Bahn.

Mittwoch, Februar 25, 2009

Dienstag, Februar 24, 2009

Das Blog nimmt eine unerwartete Wendung und der Erfolg kehrt zurück

Können die ganzen Arbeitslosen nicht mal das Winterstreu zusammenfegen und für den nächsten Winter einlagern?

Samstag, Februar 21, 2009

Krise Tartufo

Ich nehme einfach mal an, Käsekauf für ein Wochenende ist nur deshalb so ein hohes Pleiterisiko, weil ich verdammt nochmal auf netten Käse stehe. Demnächst hier: Die längst überfällige Ode an Gouda.

Donnerstag, Februar 19, 2009

Mittwoch, Februar 18, 2009

Ich glaube nicht, dass Frauen empfindlicher sind. Die kapieren nur schneller, was läuft. Sind nicht so zugedröhnt. Haben kürzere Schaltwege.

Dienstag, Februar 17, 2009

Tränenschwer

Nach dem Katzenjammer von letzter Woche und dem Höhenflug gestern weiß ich nicht mehr so ganz, wo ich stehe. Soll das immer so weiter gehen? In den Schnee starren scheint mir jedenfalls mehr Sinn zu machen, als weiter darüber nachzudenken oder Ängste zu pflegen. Deshalb heute Abend hier:

Der erste Balkonschneemann meines Lebens!

Montag, Februar 16, 2009

Eigentlich wollte ich 2009 schon als das neue 2008 ausrufen. Das bedarf zunächst aber einer gründlichen Prüfung.

Freitag, Februar 13, 2009

Hauch des Todes

Manchmal läuft man Frauen über den Weg, da denkt man, ja, so eine gibt´s in jedem Viertel. Wenig später sieht man eine, die findet man erstmal schön, aber auf den zweiten Blick fehlt ihr irgendwas. Schade. Im nächsten Moment sitzt man in der Tram einer Frau gegenüber, die sieht aus wie der Weihnachtsmann, mit Bart! Na ja, macht nichts.

Im Moment habe ich keine gute Phase. Wenn ich eine Frau anschaue, dann sehe ich für eine Zehntelsekunde lang in ihrem Gesicht, wie sie wohl mit 80 Jahren aussieht. Und immer sind die Fratzen, die ich da sehe, verzerrt, hässlich, negativ. Kein gutes Karma.

Zu Hause schaue ich in den Spiegel und frage mich, ob ich der Nächste bin, und was ich tun soll, wenn ich jetzt meinen Arbeitsplatz verliere.

Donnerstag, Februar 12, 2009

Mittwoch, Februar 11, 2009

Dienstag, Februar 10, 2009

Donnerstag, Februar 05, 2009

Tramgeschichten, II.

Heute in der Tram setzt sich so ein dicker Kerl neben mich. Dick im Sinne von er hat keinen Platz auf seinem Platz. Beim Setzen drückt er mich fast an die Scheibe, seine Oberschenkel drücken an meine, seine Hüfte drückt an meiner. Ich denke, na gut, der ist halt dick, aber warum sucht er sich keinen Einzelplatz? Ich spüre seine fetten Arme und versuche, diese Berührung zu ignorieren, aber es drängt sich auf. Ich versuche, darin etwas Menschliches zu spüren, aber es stört mich. Hat da nicht gerade etwas gewabbelt? Der Fluchtinstinkt köchelt sein Süppchen. Seine Hose spannt an den Knien, wehe, wenn das nicht hält. Ich stelle mir vor, wie der Mann platzt, explodiert, und versuche, an etwas Anderes zu denken. Es geht nicht, es drückt, es schmiegt sich an, ich versuche, meine homophile Seite auszuleben und es gut zu finden - keine Chance. Lediglich die Homophobe Seite leckt an dem Eis, das Chanche heißt. Er, ganz selbstsicher, ganz selbstverständlich, klappt seine Zeitung auf, zwei Drittel der zwei Sitze hat er nun schon erobert. Schließlich geht es nicht mehr, bei mir schwappt es über. Fini mit stickum. Ich schreie:

Würden Sie mich bitte hier in Ruhe sitzen lassen?

Und wieder Schuldgefühle.

Bauerfeind reloaded

Gestern Bauerfeind gesehen, 3sat, 21:30 Uhr. Innovativ, aber für die Uhrzeit für mich zu mitnehmend/hektisch. Noch nervös, aber sonst gewohnt gut. Genau richtig: Kein Zoom auf Udos Mund. Aber: Lippen aufgespritzt? Bitte Neinneinnicht. Weg mit den Balken, hat noch nie gut funktioniert.

Dienstag, Februar 03, 2009

Communication breakdown

Vorstandsbüro rief gerade an, ich solle das Papier nun bis morgen, 11:00 Uhr liefern.

Jetzt sitz ich hier
fröhlich
welches Papier?

Sonntag, Februar 01, 2009

Ein bisschen Stammtisch

Verstehe jetzt nicht mehr, warum man die Banken nicht einfach insolvent gehen lässt. Von dem Geld, das man in diese Fässer ohne Boden wirft, könnte man bequem ein paar Neue gründen, die dann uns gehören.

Donnerstag, Januar 29, 2009

Ode an den tiefgefrorenen Herbst

Oh Totentrompete.
Oh Shiitake.
Oh Cordyceps.
Oh Klumpfuß.
Oh Cariolus.
Oh Campignon.
Oh Austernpilz.
Oh Körnchenschirmling.
Es schmerzt der Bauch, es schmerzt der Darm.
Es schmerzt der Bauch, es schmerzt der Darm.
Oh Chamaemyces fracidus
Oh Ackerling.
Oh Tintenfischpilz.
Oh Afterleistling.
Oh Kernkeule.
Oh Tramete.
Oh Knollenblätterpilz.
Oh Tellerling.
Nie wieder Sammeln im Wald, nie wieder Sammeln im Wald.
Nie wieder Sammeln im Wald, nie wieder Sammeln im Wald.

(...)

Mittwoch, Januar 28, 2009

Montag, Januar 26, 2009

Fuchsi ist tot, es lebe Willi

Ich neige sonst eher nicht zu spontanen Gefühlen.

Was für ein Satz!

Ich neige sonst eher nicht zu spontanen Gefühlsausbrüchen und auch nicht dazu, sofern vorhanden, ebenjene zu zeigen.

Das ändert sich schlagartig beim Thema Kuscheltierpolitik. Da werde ich kurzatmig. Denn bisher vergötterte meine Tochter einen 37 Jahre alten Stofffuchs, dessen Kopf nicht mehr fest ist und dessen Augen nicht mehr strahlend sind. Er durfte als Einziger in ihre Nähe. Na ja, und manchmal auch das Zebra, aber das tut nichts zur Sache. Nun, nun aber, kurz und knapp nachdem ihre Tante ihr einen neuen Fuchs mit dem absolut bescheuerten Namen Willi geschenkt hat, liegt der Fuchsi traurig verkehrt herum in der Ecke. Und der Willi ist der Hit, wird freudestrahlend an jeder sich in der Nähe befindlichen Türklinke aufgehängt, muss zu jedem gemeinsamen Essen mit und steht immer hinter mir, wenn ich gerade pinkle Handball gucke.

Apropos Handball Pinkeln: Es gibt einen guten Grund, sich zukünftig tendentiell eher hinzusetzen. Am Wochenende stand ich an der Schüssel, das Kind kam ins Bad, beugte sich trotz meiner wortreich vorgetragenen, stichhaltigen Argumentationen, das nicht zu tun, über die Kloschüssel, schaute sich alles ganz genau an und resümierte schließlich: Du hast da eine Gießkanne.

Freitag, Januar 23, 2009

Hof in Fetzn

Es ist natürlich nicht so schön, wenn man Urlaub auf dem Bauernhof bucht, damit das Stadtkind mal richtige Bäume und richtige Tiere zu sehen bekommt, man dann aber elterlicherseits drei Tage mit 40 Grad Fieber im Bett liegt. Denn wenn man aufgrund von Lägerigkeit schon fast die Sorgepflichten für sein Kleines nicht mehr auf die Reihe bekommt, dann klappt das mit der Flora und Fauna auch nicht. So waren wir also in unserem Zimmerchen gefangen, standen nur auf, um Pfefferminztee zu kochen und zeigten dem Kind Kühe, Schafe und Wald in Büchern. Essenswünsche wurden mangels Fitness ebenso ignoriert wie das Zerren an Bettdecke und Türklinke.

Viel verpasst haben wir dabei sicherlich nicht, wie sich am letzten Tag herausstellte. Der sogenannte Bio-Hof hatte im angrenzenden, stinkenden Stall eine Restzucht von Kühen, die sich gegenseitig blutig gebissen hatten, einen altersschwachen Esel, der nicht mehr laufen konnte und zwei dicke Ziegen, die mit Brötchenresten vom Frühstücksbuffet gefüttert wurden. Die acht Hühner bekamen die Wurstreste, ebenfalls vom Frühstücksbuffet. Und wer geglaubt hat, aufgrund der Bezeichnung Bio-Hof und des von uns bezahlten Preises auch Biolebensmittel verköstigen zu dürfen, der irrte. Schnitzel-Pommes aus dem Tiefkühlbeutel mit natriumglutamatschwangeren Soßen verdarben auch das letzte Sonst.

Positives Highlight war die Fahrt nach Hause im gemieteten Mini. Der rockte.

Montag, Januar 19, 2009

Karriere Berg runter, dann links

Ich habe jetzt auch so einen iPod touch. Liegt gut in der Hand. Und ich habe auch schon ein Autorennen erst herunter- und dann heraufgeladen, was dazu führt, dass ich mich in der Tram mit unkoordinierten Bewegungen lächerlich und mit Ellenbogenstößen bei den Mitfahrern unbeliebt und unmöglich mache. Egal, ich habe Spaß. Echtes 80er-feeling und ordentliche Musikqualität. Und ein weiterer Vorteil: Ich höre das Handyklingeln nicht mehr.

Sonntag, Januar 18, 2009

Gefühlte Temperatur

Habe am Samstag versucht, Gardinen zu kaufen. Es ist an der Zeit, die Bundesregierung zu verklagen. Ich will jetzt endlich die ungeschummelte, echte Inflationsrate wissen.

Donnerstag, Januar 15, 2009

Sylvester kotzt auf das Parkett

Die Sylvesterfeier war schön. Schön kurz.

Ich hatte zwei Pärchen mit kleinen Kindern eingeladen, der Plan war, die Kleinen kommen um acht alle auf ihre Matratzen, und wir feiern schön mit spießig Raclette und Fässern von Rotwein ins neue Jahr. Aber nö do.

Um halb acht kotzte das erste Kind in den Flur. Es stellte sich heraus, verdammt, das hat Fieber. Die Hoffnung, kranke Kinder schlafen viel, trügte. Gegen halb elf war der Kleine nicht mehr zu beruhigen, das erste Pärchen verließ die Feier.

Das zweite Kind, das um neun eingeschlafen war, wachte gegen elf von einer Böllersalve auf und war ab da halb wach, was bedeutete, voller Beschlag und unstoppbares Geschrei. Das Pärchen verließ uns genervt um halb zwölf.

Gut, feierten wir halt Arm in Arm vor dem Balkonfenster weiter und versuchten, Unmengen von Käse allein zu verputzen. Irgendwie geschafft von dem Tag wollten wir gegen halb zwei dann ins Bett. Da aber stand dann die Kleine in der Tür und rief freudestrahlend: Fertig!

Jeder Versuch, das Kind ins Bett zu bewegen, wurde mit ausreichend Gegendruck quittiert, was zur Zwangsbespaßung bis um halb fünf führte. Danach war Ruhe bis halb acht.

Dienstag, Januar 13, 2009

Tram

Es dauert ein paar Minuten länger, aber das ist mir egal: Ich fahre gerne Straßenbahn. Jedenfalls lieber als S-Bahn oder Bus. Ich sitze dann ganz hinten und starre aus dem Rückfenster auf das surreale Bild der sich entfernenden Schienen. Das gute Gefühl, etwas hinter mir zu lassen, vorwärts zu kommen. Raus aus dem täglichen Dreck, weg von mir selbst. Ganz ohne Schuldgefühle, die ich ansonsten bei jeder sich bietenden Gelegenheit habe: Wenn ich nicht bei der Arbeit bin, habe ich Schuldgefühle, weil ich denke, ich müsste jetzt eigentlich arbeiten. Wenn ich im Büro sitze, denke ich, ich müsste mehr mit der Familie machen. Wenn ich arbeite, denke ich, ich müsste aber eigentlich noch was anderes fertig machen. Wenn ich Kaffee trinke, sammle ich Schuld gegenüber meinem Herzen, wenn nicht, müsste ich wacher sein, um mehr zu schaffen.Wenn jemand Papier auf die Straße wirft, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich es nicht aufhebe. Habe ich ein altes Hemd an, habe ich Schuld an der Konjunkturkrise. Überhaupt liegt die ganze Welt auf meinen Schultern, sie neigen sich wie unter einer großen Last gefährlich der Straße entgegen. Das kann man auch auf Kinderfotos von mir schon sehen. Es ist ein bisschen verrückt, aber ich glaube, alle Anspannung, alle Krankheitssymptome lassen sich gut auf meine Schuldgefühle zurückführen. Es wäre schöner ohne das. Wie also daran arbeiten?

Zunächst wäre dazu ein guter Zugang zu mir selbst nötig. Der ist in den letzten Jahren irgendwo zwischen schlechtem Schlaf und stetigem Stress verloren gegangen. Da hat es etwas geholfen, zwei Tage mal mit Grippe (und Schuldgefühlen, denn ich hätte arbeiten und mein Kind betreuen müssen) total flach zu liegen, und jeden Knochen zu spüren. Da hilft es auch, wenn das Herz so eng wird, dass man kurz vor einem Infarkt steht - denn spätestens da wird klar, dass etwas passieren muss. Ständige Knieschmerzen helfen auch, denn steter Tropfen dringt irgendwann durch. Ich bin also dran, etwas zu tun, und ich glaube, dieses Jahr kann das was werden. Dazu gehört auch, Dinge an mir abzuschütteln, die ich nicht selber bin, die ich nur angenommen habe, warum auch immer. Weil ich es cool fand, weil es bequem war, weil es unbequem war, whatever. Unter dem ganzen draufgesetzten Quark muss ich mich finden, und mich von den Fallen und Fesseln befreien, die wie Blei an mir hängen. Gar nicht so leicht, aber dieses Jahr wird es werden müssen. Die Analyse läuft. Was zählt, ist der Durchschnitt. Ich brauche dazu Selbstbewusstsein und Mut. Die Tram hilft dabei.

Montag, Januar 12, 2009

Morgens, wenn die Augen aufgehen

Der feine Unterschied zwischen Habenwollen und Essenwollen sollte Kindern rechtzeitig vor Teilnahme am Frühstück eingebimst werden.

Und dann erzählt noch so eine Studentin im Fernsehen, sie würde von € 400,- leben. Ha! Den Gegenwert in Nichtessengewolltem bringt unsere Kleine locker in die Gegend unter ihrem Kinderstuhl.

Freitag, Januar 09, 2009

Life

Auch 2009 beginnt mit einer zermürbend langen Phase von Selbstfindung und Selbstmitleid, Kampf um Hoffnung und Handlungsfähigkeit. Während andere schon am Holz sägen, sitze ich noch unter dem Stuhl. Mit voller Kraft von unten ist noch in weiter Ferne, Depression ist die Überschrift. Burnout, Stresskonto überzogen. Gehen Sie früher, die Sonne scheint.

Donnerstag, Januar 08, 2009

Man braucht immer erst Krisen, um auf sich selbst zurückzukommen.

Führe gerade einen weiteren Neustartversuch durch. Bitte bleiben Sie in Deckung.

Mittwoch, Januar 07, 2009

Fiebertraum

Habe nette Rede gehalten auf Anwaltskongress:

Liebe Dr. Jurs, Thema Vertrauen in den Dr. Jur. Warum sollte ich zu jemandem Vertrauen haben, der zwei Jahre auf Tasche seines Papis sich an irgendeinem Strand in ein Thema vertieft hat, um dann einen Dr. auf sein güldenes Schild schreiben zu können?

(Schweigen)

Schweigen? Warum sollte ich jemandem vertrauen, der sie entweder nicht hören will oder auf die Wahrheit nicht antwortet?

(Raunen)

Und jemandem, der hinter vorgehaltener Hand einflüstert?

(erste Rufe)

(mit Nachdruck) Jemandem, der sich nicht mit der Wahrheit auseinandersetzen will, obwohl doch die Suche danach sein höchstes Streben sein sollte.

(irgendwo Gelächter)

Jemandem, der Witze nur versteht, wenn sie zynisch sind? Jemandem, der das Vorurteil der Humorlosigkeit aufs allerbeste erfüllt?

(böse Rufe)

(hebt die Stimme) Jemandem, der nichts objektiv erfassen kann, sondern gegen alles nur wütend anrennt, was gegen seine eigenen Interessen ist?

(lautes Rufen)

Na, ich danke für Ihre Bestätigung. Bin dann weg.

(geht ab, ein Schönfelder fliegt auf die Bühne)

Dienstag, Januar 06, 2009

Komischer Virus diesmal, zwei Tage ging gar nichts, jetzt seit zwei Tagen Schwindel. Obwohl, ein bisschen Schwindel war immer schon.

Donnerstag, Januar 01, 2009

Kater Mau

Leider nicht mit einem Gefühl der Zuversicht aufgewacht für 2009.