Montag, September 27, 2010

Nicht ganz Kieler Woche

Dass Straftaten auf und um die Wiesn ein großes Thema sind, war mir bisher nicht so bewusst. Zwar wurde auch ich schon im Bierzelt provoziert, konnte das aber mit der mir eigenen norddeutschen Gelassenheit regelmäßig nicht so ernst nehmen. Offenbar ist es aber so, dass man die letzten Jahre jeweils um die 1.200 gemeldete Straftaten auf dem größten Volksfest der Welt registrieren musste. Gut gefallen hat mir demzufolge der abgetrennte Bereich der historischen Wiesn, mit alten Fahr- und Schaustellerbetrieben. Auch wenn die Kritik sein könnte, dass hier - wegen des Eintrittsgeldes - der Einstieg in eine Zwei-Klassen-Wiesn geübt wird, so ist festzuhalten, dass es in diesem Teil sehr viel beschaulicher, gemütlicher, friedlicher und kinderfreundlicher zugeht. Muss wohl sein, gerade im Hinblick auf Straftaten. Dieses Jahr hofft man aufgrund der Statistik zur Halbzeit daher mit Recht auf einen leichten Rückgang. Auch an anderer Stelle wurde reagiert: Wegen der zunehmenden Bedeutung von Sexualdelikten hat man hinter dem Schottenhamelzelt eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen eingerichtet.

So wird´s was!

Kommentare:

500beine hat gesagt…

ist nicht die ganze wiesn eine einzige riesige hunderttausend-hektoliter-superstraftat?

F hat gesagt…

minimum.

nora hat gesagt…

amüsiert über den 500Beine Kommentar. Werde derzeit von Freunden belabert, doch auch mal zur Wiesn zu fahren. Könnte nicht weniger motiviert sein. Kann mir nichts vorstellen als Platzangst, Aggression ob Mensch, Musik, Obszönität, Enge und Preisen. Verstehe die Begeisterung rundherum nicht.

F hat gesagt…

Gerade Ihnen hätte ich ein bisschen Begeisterungsverständnis für Drogen aller Art schon zugetraut.

nora hat gesagt…

lacht