Donnerstag, Mai 03, 2007

Glücklich und so

Nun ist es ja nicht so, dass man in die Lage versetzt wird, ein Kind zu erziehen. Im Gegenteil wird man mit seinen eigenen Schwächen und vermeintlichen Stärken konfrontiert und muss neu damit umgehen lernen. Genetisch ist da schon eine Menge reingedonnert worden. Und es lässt sich auch sonst eine Menge lernen. So macht das Kind gern Geräusche, summt in Vier-Ton-Manier über längere Zeiträume bedächtig und knallsüß vor sich hin. Nach mehrmaligem Ausprobieren und Für-gut-Befinden mache ich das nun auch. Macht Spaß und befreit ein Stück weit von der Ernsthaftigkeit. Auch lassen sich damit Kollegen irritieren, denen man eh nicht zuhören wollte. Genauso glasklar, wie die Töne aus dem Kind rauskommen, gibt´s auch Zuneigungs- oder Abneigungsbezeugungen, immer kompromisslos. Broccoli nein, Froschrassel ja, Brot grundsätzlich runterschmeissen. Gestern Abend war ich mir aber nicht sicher. Bin noch spät mit Kind zu Red Hot Chili Peppers durch´s Wohnzimmer getanzt. Nach fünf Minuten eindeutigen Freudensbekundungen durch Gejuchze spontanes Einschlafen mit Untermalung durch einen tiefen Seufzer an der Schulter.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Auch mitten im Spaß ist der Akku halt irgendwann leer -- auf die ab da getroffenen Zu- oder Abneigungsbekundigungen kann man sich später nicht mehr beziehen...