Donnerstag, November 08, 2007

München im Würgegriff des Fleisches

Gerade in der trüben Zeit der einfallslos langen Lederstiefel freue ich mich sehr auf die YouPorn-Party am Wochenende im Schrannenclub. Und das nicht nur - meiner Natur entsprechend - wegen der vielen kleinen und großen Rechtstreitigkeiten, die mit dem Internetportal verheiraten. Denn während man sich auf kommunaler Ebene noch fragt, wie eine Party mit Live-Sexshows zum öffentlichen Kulturförderauftrag passt (der Stadtrat ist natürlich außerordentlich schockiert!), werden auf nationaler Ebene die großen Knüppel (Verzeihung) ausgepackt und begutachtet. Hier geht es um die Grundsatzfrage, ob man die Provider zwingen kann, bestimmte Inhalte zu unterdrücken, und mit welchem Recht. Konsequenter Weise müssten dann wohl auch Straßen verboten werden, da man dort zu Orten kommen kann, in denen das Unheil regiert (Stichwort: Banken), oder weil da bösartige Subjekte drauf fahren und später Verbrechen verüben könnten.

Nebenbei gibt es großkalibrige PR für Porno. Wenn die zu erwartenden Einstweiligen Verfügungen in den Hauptsacheverfahren halten, dann frage ich mich langsam, was Deutschland noch von China unterscheidet, abgesehen davon, dass da der Reis billiger ist.

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