Donnerstag, Februar 26, 2009

Jeck und so: Nicht gewünscht

Fasching in München war für mich wie eine große Wurstbude, an der ich vorbeigelaufen bin. Mir Norddeutschem fällt es seit je schwer, einem anderen Karneval als dem in Rio zu verfallen. Die Ü-60-Sambaschule in München oder die traurigen Marktweiber hauen mich nicht vom Hocker. Man hat zwar versucht, durch einige Wagen aus dem Rheinland auch hierzulande die Faschingsindustrie auf Touren zu bringen, aber die Minustemperaturen und ein Lumumba gewannen am Ende den Kampf um die Aufmerksamkeit. Ein paar traurige Clowns mit Parka und Schminke auf den Wangen sahen das ähnlich.

Auch durch das Kind konnte in familia kein Wandel eingeleitet werden. Die Kleine fühlte sich in ihrem Tigerkostüm keine drei Minuten wohl, dann musste es wieder ausgezogen werden. Auch ihr Lieblingskinderpfleger in der Krippe, der lediglich ein buntes T-Shirt trug, wurde ignoriert. Stattdessen stellte sie sich mitten in der lautesten Karnevalsfeier demonstrativ in die Spielküche und forderte ein paar andere - unverkleidete - Kinder auf, mit ihr zu spielen.

Vaterstolz brach sich Bahn.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was ist Karnevall?

Anonym hat gesagt…

Vaterstolz bricht sich Bahn, wenn der Filius akkurat mit dem chinesischen Lastendreirad unterwegs ist.

F hat gesagt…

Gepaart mit elterlicher Angst, denn das ist ja Verkehr. Und der ist nicht gewünscht.

Anonym hat gesagt…

Mobilität ohne Verkehr - vielleicht durch virtuelle Mobilität.